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Freitag, 25. Mai 2012 | 05:26

Digitaler Appetithappen

29.11.2011

Igel, Faustkämpfe und Abenteuer

Drei unterschiedliche Genres nimmt sich RUDOLF INDERST diese Woche in gebotener Kürze vor: Hüpfen und Rennen mit Segas Sonic Generation, Fäuste schwingen und mit Füßen treten bei Capcoms Ultimate Marvel vs. Capcom 3 und der Reiselust verfallen in Naughty Dogs Uncharted 3.

 

Ich steh auf blau - seit 20 Jahren!

Pünktlich zum 20. Geburtstag des Sega-Maskottchens ›Sonic‹ (sogar meine Mutter erkennt den blauen Igel mittlerweile sofort – und zwar aus meinen Sega-Master-System-Tagen!) bringt der ehemalige Hardwarehersteller (ja, DAS ist ein Wink!) den Igel auf die Überholspur. Sonics Welt wird ins Chaos gestürzt, als eine mysteriöse Macht »Zeitlöcher« entstehen lässt, die ihn und seine Freunde in die Vergangenheit versetzen. Kaum angekommen, begegnet Sonic einigen wohlbekannten Gesichtern – einschließlich einer jüngeren Ausgabe von sich selbst! Gemeinsam müssen sie nun Feinde besiegen, ihre Freunde retten und herausfinden, wer sich wirklich hinter der teuflischen Tat verbirgt. Sonic Generation stellt Fans der Serie und Neueinsteiger gleichermaßen zufrieden – die saubere, abwechslungsreiche und pfeilschnelle Grafik lässt die Herzen der Plattformer-Freunde vor Erregung mit 720 bpm schlagen. Dazu passend lässt die Score frohlocken. Seit Sonic Colors hatten Igel-Aficionados nicht mehr einen solchen Jubelgrund in den Konsolen.

 



 

Noch ultimativer? Bringt es!

Die Helden aus den Welten von Marvel und Capcom treffen in Ultimate Marvel vs. Capcom 3 erneut aufeinander: Alle epischen Charaktere aus dem Original-Blockbuster mischen erneut mit, unterstützt von 12 neuen Kämpfern, acht zusätzlichen Stages und verbessertem Gameplay. Ich muss zugeben, dass ich von dem Genre der Beat-em-ups nicht sonderlich viel verstehe. Das Gefühl jedoch, dass irgendetwas Buntes, Verwegenes und Verrücktes passiert, wenn ich Knöpfchen drücke gefällt mir jedoch sehr gut. Genau diese Emotion weckt der Titel bei mir – ohne, dass ich wüsste, was ich da gerade auslöse. Wahrscheinlich schlagen erfahrene Spieler gerade die Hände über dem Kopf zusammen. Schon sehe ich die ersten brennenden Fackeln und Mistgabeln vor der Haustür. Ich habe gleich nach dem ersten Testspiel noch einmal das »Nicht-Ultimate« von vor neun Monaten eingelegt und festgestellt, dass hier – auch nach dem letzten Ableger – das ultimative Wort noch nicht gesprochen sein dürfte.

 

 

Das Wandern ist des Müllers Lust

Glücksritter Nathan Drake ist zurück. Mit Uncharted: Drakes Schicksal schickt sich Entwicklerstudio Naughty Dog an, erneut einen exklusiven, gefühlten Blockbuster auf PlayStation 3 zu veröffentlichen. In seinem neuesten Abenteuer begibt Nate sich zusammen mit seinem treuen Freund und Mentor Victor ›Sully‹ Sullivan auf die Spuren des sagenumwobenen Lawrence von Arabien. Auf der Suche nach dem geheimnisvollen »Atlantis des Sandes« steht unser Held seinem bisher gefährlichsten Gegenspieler gegenüber: der skrupellosen Katherine Marlowe, die mit ihrer mysteriösen Geheimorganisation alles unternimmt, um in den Besitz des Ringes von Sir Francis Drake persönlich zu kommen.

 

Erneut liefert das Erfolgsstudio einen Kaufgrund für die Konsole ab: Uncharted: Drakes Schicksal ist ein beeindruckend schönes Spiel geworden, das das Abenteuergenre momentan dominant im Griff hat. Mal sehen, was eine gewisse junge Forscherin 2012 entgegensetzen kann. Nur der Werbeclip mit Harrison Ford war demütigend. Für alle Beteiligten. Ach so, und ich habe mir vorgenommen, diesmal noch länger in den Mehrspielermodus zu blicken.

 

 

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