Geschmeidig und energiegeladen
Was sich zunächst nach einem Bejeweled-Klon im Halma-Gewand anhört, ist ein visuelles Ereignis, das sich in die Netzhaut einbrennt. Man könnte meinen, das Design folge der Farbenlehre von Goethe, auch wenn die Farben bei Fractal wohl eher nach anderen ästhetischen Gesichtspunkten gewählt wurden. Es sind kraftvolle Farbkombinationen entstanden, die dem Auge schmeicheln. Insgesamt fügen sich die geschmeidigen Bewegungen angenehm in das Gameplay und ergeben mit der Farbverliebtheit der Entwickler ein energiegeladenes Puzzle-Spiel.
Die Entwickler von Fractal dürften den Meisten, die sich für auditive Games interessieren, ein Begriff sein. Cipher Prime entwickelte bereits die beiden Musik-Spiel-Perlen Auditorium und Pulse: Volume One. Mit Fractal: Make Blooms Not War setzen sie die Beschallung der Spieler mit 130-bpm-Drums und Sounds, die auf das Spiel reagieren, fort. Die Beats werden langsamer und beschleunigen wieder, explodieren zu Special-Moves und tragen die Gedanken in eine elegant bunte, geometrische Welt.
Neben dem Kampagnen-Modus finden sich noch zwei weitere Modi: Arcade und Puzzle, von denen vor allem der Puzzle-Modus Einiges an Grauzellenaktivitäten vom Spieler abverlangt und das geometrische Gameplay auf verschiedene Arten umsetzt. Da werden die auseinanderdriftenden Formationen der zusammengeschobenen Cluster für Kettenreaktionen genutzt oder ein Spielfeld muss komplett mit den Spielsteinen gefüllt werden, bevor man es abräumt. Während es in der Kampagne und im Arcade-Modus spezielle Steine gibt, die größere ›Explosionen‹ hervorrufen oder die Zeitreserven auffüllen, warten im Puzzle-Modus lediglich die Standard-Steine, über die man sich aber auch schon genug den Kopf zerbrechen kann.