Titel mit einer USK 16-Freigabe laufen geneigten Wii-Besitzern nicht so oft über den Weg. Auch das Genre Beat 'em-Up (gerne übersetzt mit "Prügelspiele") ist, genauso in etwa wie Shooter, sagen wir einmal ... überschaubar. Da macht es natürlich hellhörig, wenn ein Traditionspublisher wie Sega einen Titel wie Tournament of Legends ankündigt. Zumal die ersten Bilder durchaus Lust auf das Spiel machten.
Leider ist das Endergebnis etwas dürftig ausgefallen. Ich möchte keinesfalls behaupten, Tournament of Legends bis zum letzten Kniff ausgereizt zu haben, es handelt sich um Ersteindrücke, die nach zwei Spielsitzungen zu etwa 60 Minuten entstanden. Stets war ich dabei nicht allein, sondern stellte mich DER Herausforderung: der gute Freund auf der Couch next to me. Abfällige Sprüche und blaue Flecke nach Boxattacken gehören somit zur ganzheitlichen Spielerfahrung dazu.
In seinen stärksten Momenten, nämlich der Präsentation, erinnert das Spiel an Soul Calibur: Kämpfer aus der Welt der Mythologie in epischen Waffen- und Magie-Duellen stehen im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen - von Minotaurus, Gladiator und Valkyrie bis zum Golem ist alles dabei. Leider hilft das alles wenig, wenn die Technik dahinter einfach nicht mitspielen möchte. Zu viele Fehler verleiden das Spielerlebnis und sorgen dafür, dass man sich - womöglich auch auf anderen Konsolen - nach besseren Alternativen umsieht.