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Freitag, 25. Mai 2012 | 06:04

NBA Jam

07.12.2010

»Alter, dunkt der phat!« - Basketball-Persiflage NBA Jam weckt Jugenderinnerungen

Die Aufregung war groß, als mich der braune Umschlag erreichte, schließlich befand sich ein Muster von NBA Jam darin! Der Titel gehört sicherlich zu den meistgespielten meiner Jugendzeit. Daher ist es mir eine große Freude, gleich vorweg mitzuteilen: Ja, es wurde alles richtig gemacht, das alte Spielgefühl ist wieder da. RUDOLF INDERST fordert erneut alle NBA-Teams nacheinander zu einem unterhaltsamen Tänzchen.

 

Eine Schmach. Eine ewig bestehende Niederlage. Da mag dem NBA-Jam-Modul irgendwann auch die Batterie auslaufen und die Kontakte ruinieren – so lange mein geschätzter Freund Gregor und ich leben, werden wir uns an den entscheidenden Unterschied erinnern: GT zu NULL, RI zu EINS. Das bedeutet, dass Gregor die gesamte Saison des »Fun-Basketballers« ohne einzige Niederlage im härtesten Schwierigkeitsgrad meisterte, während ich genau EINMAL (im vorletzten Spiel) unterlag. Das Sega Mega Drive war noch nie so knapp einem (wenn auch nicht Prager-)fenstersturz entkommen! Natürlich spielte ich als Vorbereitung auf der 16-Bit-Konsole den Titel, um mich melancholisch-freudig auf das Xbox 360-Pendant zu stürzen. Und sofort begrüßt mich natürlich dieses Ranking. Widerlich. Voller Scham drücke ich mich durch die Menüs, um endlich beginnen zu können. Und genauso machte ich es wenig später auch auf der aktuellen Konsole.

 

NBA Rewind

Der Arcade-Basketball-Titel glänzt jetzt in feiner HD-Grafik. 2-VS-2-Duelle machen so noch einen Tick mehr zeitgenössischen Spaß. Alleine oder zu zweit stellt man sich der Remix-Tour mit Power-Ups und »Boss-Kämpfen«. Wie nicht anders zu erwarten, erfreut NBA Jam mit Kirmeszauber: Fortschrittssystem, freischaltbaren Herausforderungen und hunderten von Belohnungen gehören genau so dazu wie 100 Cheatcodes, geheime Charaktere und legendäre NBA-Spieler. Obendrauf gibt es natürlich Tim Kitzrow, die Originalstimme von NBA Jam.

 

Insofern ist es nicht sonderlich schlimm, dass NBA Elite 11 erstmal warten muss – ursprünglich wollte man ja im Paarlauf antreten. Eine Retailversion wäre allerdings nicht nötig gewesen, denn der Preis ist mit über 30 € schmerzlich hoch angesetzt. Für Solo-Spieler ist NBA Jam definitiv der falsche Titel. Der Computer-Mitspieler ist etwas wankelmütig, das kann Freund oder Freundin mit hoher Wahrscheinlichkeit um Längen besser. Die Online-Beteiligung ist bisher – gelinge gesagt – zurückhaltend, obgleich der Titel doch förmlich zu Multiplayer-Schlachten einlädt. Noch ein Wort zum Soundtrack: Der klingt so, als ob weiße Farmer aus dem Mittleren Westen Aufzugmusik für hippe, schwarzer Arbeitnehmer in New York designen hätten müssen.


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