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Freitag, 25. Mai 2012 | 00:33

Identitätskrise: MindJack

15.02.2011

Wer bin ich? MindJack schweigt dazu.

Verkäufer meint so: Tretet ein in die futuristische Welt von MindJack und erfahrt am eigenen Leib wie Verschwörung, Manipulation Vertuschung und Überlebenskampf die eigenen Gedanken beeinflussen. Ich meine so: WAS ist Identität? RUDOLF INDERST metamäßig über MindJack.

 

Dr. Mario R. Fox meint: Identität ist das fragile Resultat sozialer Erfahrungen, sozialen Lernens. Soziale Reize und Erfahrungen werden im Prozess der Identitätsbildung zu einem bewusstseinsfähigen Konzept verarbeitet, das konsistente Interpretationen dessen beinhaltet, was man als Merkmale der eigenen Person bezeichnet und kommuniziert. Identität ist Selbst-Bewusstheit, eine Bewusstheit freilich, die immer nur eine –vorläufige- Konstruktion oder kognitive Wahrnehmungsleistung des eigenen Gehirns in der Kommunikation mit der sozialen Umwelt ist. Identität ist also eine Repräsentation, ist also entgegen unserer Anmutung nicht eine gegebene Wirklichkeit.

 

Rosenbach meint: Identität definiert eine Person als einmalig und unverwechselbar und zwar in zweierlei Hinsicht: durch das Individuum und durch die soziale Umgebung.

 

Die Standford Encyclopedia of Philosophy meint: Personal identity deals with questions that arise about ourselves by virtue of our being people (or, as lawyers and philosophers like to say, persons ). Viele dieser Fragen vertraut sind diejenigen, die fast alle von uns kommen und wieder: Was bin ich? Many of these questions are familiar ones that occur to nearly all of us now and again: What am I? Wann habe ich beginnen? When did I begin? Was wird mit mir passieren, wenn ich sterbe? What will happen to me when I die? Andere sind eher abstrus. Others are more abstruse. Die persönliche Identität wird seit den Ursprüngen der abendländischen Philosophie diskutiert worden, und die meisten großen Figuren haben etwas zu sagen hatte. Personal identity has been discussed since the origins of Western philosophy, and most major figures have had something to say about it

 

Noch längst nicht das Ende

Der Cryptoshop meint: Von der Identität einer Person zu sprechen ist eigentlich erst nach einer Authentifizierung möglich. Ohne diese Maßnahme ist die Identität primär eine Behauptung über die Identität. Die Nennung eines Namens oder die Angabe eines Benutzernamens ist selbst noch nichts, erst ein Beweis über die Behauptung (Ausweis, Passwort, Signatur, ...) und dessen erfolgreiche Prüfung stellt die Identität fest - man kann nun auch von Authentizität sprechen.

 

Auf Teamarbeit meint man: Billigt man jemandem eine Permanenz eine zeitliche Kontinuität zu, so verleiht man ihm eine Identität. Sie ist nur schwer zu fassen, etwas Absolutes, Invariantes, Unantastbares, das eine Person oder ein Volk in seiner historischen Kontinuität definiert.
Eine Identität setzt Einheit und Kohärenz voraus, welche jedoch, genau wie Permanenz und Kontinuität, nie einfach gegeben, sondern von Menschen angestrebte Ideale sind. In der Art und Weise, wie man diese Ziele verfolgt, in Frage stellt, wieder aus den Augen verliert und irgendwann wieder neu aufgreift, formt man die eigene Identität.

 

Meike Kenke meint: Das Selbst-Konzept steht praktisch als Dach über den unterschiedlichen Identitäten, die ein Mensch entwickelt. Zum einen gibt es die »Situative Identität«, die immer dann ins Spiel kommt, wenn sich das Geben bzw. Verhalten der Person mit den Zuordnungen und Einschätzungen durch andere deckt. Situative Identitäten bestimmen das Verhalten in bestimmten Zeiträumen und kreieren ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit. Sind Situative Identitäten erst einmal entwickelt, geben sie den Handlungsrahmen vor, in dem Menschen agieren und helfen ihnen, einen Integrations- und Kontinuitätssinn zu entwickeln. Damit steuern sie zur Identifikation und Differenzierung bei.

 

Und die Deubel-Unternehmungsberatung meint: Es gibt leider keine eindeutige Definition, was mit diesem Wort genau gemeint ist. Wenn man es einfach definieren will, könnte man sagen: »Identität ist das, was einen Menschen ausmacht.« Das Wort Identität leitet sich vom lateinischen »idem«, derselbe, ab. Wenn der ursprüngliche Sinn des Wortes sinngemäß als »Gleichheit«, »Einmaligkeit« oder als »nicht zu verwechseln« verstanden werden soll, dann beziehen sich die Worte alle auf eine Vergleichsmöglichkeit. Der Vergleich zielt auf die Unterscheidung des »wahren Kerns eines Individuums« zu seinem Verhalten, zu seiner Sprache, zu seinen Überzeugungen etc. ab. Der Mensch sollte eins sein mit sich selbst.

 

Was zur ID-Hölle?

Das war zu weit vom eigentlichen Spiel? Nach der Lektüre in eine Identitätskrise gestürzt? Als Spieler? Als Mensch gar? Dann versuche man sein Glück doch bei X, Y und Z oder 1,2 und 3. Ach, dieses Bäumchenwechseldich-Spielchen ist zu Euch zu albern? Hmm. Dieses Mal wird der Protest nichts ändern, dieses Mal stellt dieser Text einen Versuch da, Eure Identität zu kidnappen. 

 

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