Zum ersten Mal kann die Geschichte als Koop-Abenteuer angegangen werden. Und genau das war der Grund für mich, das Geld auf den Ladentisch zu knallen und zu brüllen: »Her mit dem Titel oder Ihr lernt meine Physik-Engine kennen!« Zusammen war die Kampagne nach etwa sechs Stunden bewältigt und die Meinungen im Raum (wir gingen die Chose zu dritt an) waren durchwegs positiv, freilich in erster Linie, was die Technik betrifft: Die Grafik gehört zu dem Besten, was die Hardware leistet und bieten kann. Der Sound ist AAA-mäßig abgemischt: Sowohl Sprecher als auch Atmosphäre passen wunderbar zu den vielen unterschiedlichen Schauplätzen.
Die andere, die politische Ebene von Killzone 3, ist natürlich ein einziger, wilder Grenzbereich der Lust am Verbotenen, am angenehmen Schauer der charismatischen Terrorrelikte des 20. Jahrhunderts. Hier verpasst es der Titel erneut, psychologisch in die Tiefe zu gehen. Die Hatz von shoot-out zu shoot-out rührt allerdings dergestalt nicht am Herzen der Spielerinnen; eine packende Geschichte oder Raum für Emotionen bietet der Titel leider nicht.
