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Das vorneweg: Die größte Leistung Magicka: Vietnams ist nicht das Spiel an sich. Für knapp €5 (die Hälfte des Preises des Hauptspiels) wird, um frei nach balkantoni »Gamestardeutsch« zu bemühen, »nicht viel an Wert geboten«. Noch immer werden die 8 verschiedenen magischen Elemente auf den Tasten Q, W, E, R, A, S, D, F kombiniert, um Feinde (und Mitspieler) zu rösten (FFFSS), schockzufrosten (QRQRQRQR), heilen (W) und zu zerschmettern (DDDDD). Diesmal eben in einem kurzen Vietnam-Kriegs-Szenario mit kleinen Aufgaben wie der Rettung von Kriegsgefangenen und einer Arena. Was Magicka: Vietnam besonders macht, ist Arrowhead Studios Wille zum Konzept. Magicka war witzig, keine Frage, die »popkulturellen Seitenknuffe« aber immer nur Knuffe. Sprich: nichts Großes, nichts Besonderes im Vergleich zum wahnwitzigen Humor, den das Spiel entwickelt, wenn sich zwei Zauberdeppen gegenseitig in die Luft jagen. Mit Magicka: Vietnam zeigen Arrowhead Game Studios, wie sich das Prinzip des Web-Witzes auf das Spiel übertragen lässt.
Auch wenn Web- oder Internet-Humor als Begriff äußerst vage ist, so ist er in diesem Fall äußerst hilfreich. Ohne jetzt Remix-Theorien auf den Tisch zu knallen oder den ewigen Girl Talk aus dem Schrank zu holen: größtenteils setzt Humor im Netz auf Hybridität. Sprich: zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben, werden zusammengemasht. Ärzte, Ninjas, Dinosaurier? Dr. McNninja. Katze und Ärzte? Doctor Cat. Brüste und Laser? Lazertits. Und Zombies. Und Cthulu. Und Einhörner. Dank dem Internet alles ein Standard des popkulturellen Witzes. Was digitale Spiele wie Magicka meistens angestellt haben, ist Web-Humor zu zitieren. Magicka: Vietnam hingegen übernimmt das Prinzip.