Endlich, Leben auf dem Mars! Aber muss dieses denn gleich so fies sein? Kein Gedankenaustausch? Keine Gespräche über Kunst, Kultur und Wirtschaftsabkommen? Nein, stattdessen werden die fleißigen Terraformer Opfer einer insektiziden Heerschar, welche wiederum - leichtsinnig, leichtsinnig - von seltsamen Kultanhängern befreit werden. Da dieselbe Bande zuerst die großen Atmosphärengeneratoren auf der Mars-Oberfläche sabotiert und somit die ehrlich schuftenden Arbeiter unter die Erdoberfläche, sprich in finstere Höhlen, gedrängt werden, hat es der Geziefer noch einmal leichter.
Zum Glück übernehmen Spieler die Rolle von Darius Mason, einem Nachfahren der Familie Mason, die schon seit Teil 1 auf der Playstation 2 auf dem Roten Planeten das Heft in die Hand nimmt. Durch das Höhlensetup ist auch der Open World-Gedanke begraben worden, der Teil 2, Red Faction: Guerilla, auszeichnete. Es ist davon auszugehen, dass mit diesem Konzept schlichtweg zu wenig Kasse gemacht wurde, obgleich doch der Wrecking Crew-Modus recht viel Spaß machte und der Mehrspielermodus unterschätzt wurde.
Dennoch: Auch diesmal kommt der geneigte Handwerker (in den teilweise arg linearen Levels) nicht zu kurz - das Schlagwort lautet Nano Schmiede. Ein Wunderwerkzeug, das nicht nur einen Schutzschild darstellt oder Druckwellen abfeuern kann, sondern auch noch Reparaturen kaputter Apparaturen und Gegenstände selbständig durchführen kann. Später erfreut dann das Magnetgewehr Spieler mit morbiden Gelüsten. Alleine durch diese beiden Artefakte hebt sich der Titel von anderen Shootern ab. Recht bekannt wiederum unter Genrefreunden sollte der sogenannte Infestation-Modus sein, bietet er doch klassische Horde-Kost, bekannt aus Gears of War 2.