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Freitag, 25. Mai 2012 | 01:09

Interview BitBarons

19.07.2011

Herr Baron, habe die Ehre!

Indie, Indie, INDERST – Rudolf setzt sich mit dem dynamischen Jungunternehmer Alexander Zacherl von den BitBarons zusammen, um ein wenig mit ihm über Indie-Studioalltag und das neue Spiel der Barone, Astroslugs, zu sprechen.

 

Zum Einstieg etwas Lockeres: Entwicklerstudio für digitale Spiele in München zu sein, ist wie ...

 

… Weihnachten, Ostern und Geburtstag gleichzeitig. Wir dürfen den ganzen Tag mit unseren Freunden spielen, lange aufbleiben und manchmal sogar am nächsten Tag ausschlafen. Und es gibt regelmäßig Kuchen.

 

Was ist Euer Entwickler-Selbstverständnis als digitale Handwerker und Künstler?

 

Da hat jeder von uns vier hier im Büro sein eigenes Selbstverständnis. Bei Sergej (Code) und mir (Biz) ist wohl der Handwerker stärker, bei Alex (Grafik) und Filippo  (Audio) kommt an manchen Tagen auch mal der Künstler richtig zum Vorschein. Als Studio wollen wir vor allem unterhalten und erfreuen aber wenn jemand das Label Kunst auf unsere Spiele kleben will, dann haben wir sicher nichts dagegen.

 

Was hat es mit Eurem Titel Astroslugs auf sich? Spielidee? Vorlauf? Produktion? Einpreisung? Plattformwahl? Klientel? Bisherige Pressemeinung?

 

Die Spielidee ist aus einer langen Reihe von Prototypen während des letzten Uni-Semesters entstanden. Das war Anfang 2009. Voll am Spiel gearbeitet haben wir ab Anfang 2010. Einen Preis zu finden ist super schwer und irgendwie unbefriedigend - als Entwickler hast du immer das Gefühl, dich unter Wert zu verkaufen. Plattformen wollten wir viele, wenn nicht alle. Aber nicht zu jeder Plattform passt das Gameplay und nicht jede Plattform macht finanziell Sinn. Wer genau unser Klientel ist, können wir auch heute noch schwer definieren. Sachdienliche Hinweise werden immer gerne angenommen. Von der Presse gibt es für Indie Games zwei Arten von Feedback: (Überschwängliches) Lob oder Schweigen. Das erste haben wir sehr oft bekommen, das zweite leider noch öfter.

 

Puzzlespiele sind ein klassisches Spielegenre – was sind Deiner Meinung die Top-3-Puzzler der letzten fünf Jahre?

 

  1. World of Goo. Weil Kreativität und Liebe zum Detail hier in jedem Bit stecken.
  2. Cut the Rope. Weil es die Stärke der Plattform so perfekt ausnutzt und es deshalb auch deine Mama spielt.
  3. Portal. Weil es auch ohne Space-Marines und Pixelblut den Mainstream erobert hat.

Auf der offiziellen Webseite zum Spiel ist der Hinweis auf den Soundtrack recht prominent platziert. Vielleicht möchtest Du dazu einige Worte verlieren.

 

Kaufen. Mehrmals. Die Inspiration für den Soundtrack kam von unserem Freund Filippo (Beck Peccoz, Audio-Designer aus München). Die meisten Tracks wurden aber von Kollegen einfach aus Spaß an der Freude umgesetzt. Einfach mal reinhören unter bitbarons.bandcamp.com.

 

Eine kleine Prophezeiung: Die Bit Barons im Jahre 2020 sind ...

 

… immer noch ein relativ kleines und eingeschworenes Team. Mit vielen Freunden in München und auf der ganzen Welt. Und trotzdem bekannter als Blizzard und Valve zusammen.

 

Unternehmerisches Denken ist Euch sicherlich nicht fremd: Ist ein Erotik-Crossover mit dem Titel Astrosluts wirklich schon in Arbeit oder bin ich da in den Branchenmeldungen beim Lesen verrutscht? 

 

Ja, die Idee kam schon ein paar Dutzend Mal auf. Wir hatten auch schon mal ein anderes Indie-Studio kurz davor, den Namen von uns zu lizenzieren. Interview' mal Addmore Games und frag' die Jungs, warum das Game immer noch nicht fertig ist.

 

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07.06. Hannover, Musiktheater Bad
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20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

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