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Freitag, 25. Mai 2012 | 01:15

Zelda auf 3DS

13.09.2011

Hero of Time

Remakes älterer Spiele beehren uns die Tage immer häufiger auf Videospielkonsolen, und langsam wird selbst der aufmerksamste Leser etwas müde von all den Neustarts und Neuinterpretationen. Wenn allerdings die ganz großen Namen ins Feld geführt werden, lohnt sich ein zweiter (dritter und vierter!) Blick. STEFFI MARX hat das in diesem Fall gerne getan und wurde reichhaltig belohnt.

 

Stoppt die Zeit, haltet den Atem an. Ich möchte von einer Legende erzählen: Es ereignete sich in dem Jahr, als Monica Lewinskys Freizeitvergnügen mit einem populären US-Präsidenten die Aufmerksamkeit der Medien erregte, Titanic viele Millionen Menschen verzauberte und man in Deutschland die Einführung der Euro-Währung verabschiedete. In jenem Jahr, also 1998, veröffentlichte Nintendo ein kleines, goldenes Modul für eine nebelbehaftete 64-Bit-Konsole, das in seinem Fach Geschichte schreiben sollte. Ich schreibe von The Legend of Zelda: Ocarina of Time, einem Spiel, welches bis heute die höchste Würdigung der Fachpresse erzielte. Die Wertungsfetischisten von Metacritic gibt eine durchschnittliche Wertung von 99 von 100 möglichen Prozentpunkten an. Ocarina of Time ist damit – nach diesem Verständnis von Qualität – ein (fast) perfektes Spiel!

 

Worum geht es? Als einfacher Junge kam Link in den heiligen Kokiri-Wald, als seine Mutter ihn durch den gerade im Land tobenden Bürgerkrieg zurücklassen musste. Dort war er Außenseiter, denn anders als die übrigen Kokiri-Kinder hatte er keine Fee um sich herumschwirren. Schon bald sollte sich sein Schicksal wenden: Die Fee Navi weckt ausgerechnet Link aus dem Schlaf und bittet den verdutzten Jungen um Hilfe. Sie erzählt von Problemen im Kokiri-Wald und dem weisen Deku-Baum, der von Ganondorf, dem Meister der Diebe, verflucht wurde und nun droht, auszutrocknen. Nach und nach wird man über sämtliche Vorgänge aufgeklärt, erfährt mehr über das Zusammenspiel von Gut und Böse, lernt, sich in der großen Welt von Hyrule einzuordnen und gegen das drohende Schicksal anzukämpfen. Ganondorf, so stellt sich heraus, ist einer der drei Triforce-Segmentträger. Sollte es ihm gelingen, das Relikt der Götter zu vervollständigen, steht ihm unbegrenzte Macht für seine üblen Machenschaften zu... Links Aufgabe ist unmissverständlich.

 

The Ghosts of the Gaming Past

Dass dieses wunderbare Spiel ein Remake erhält, war nur eine Frage der Zeit. Nun erscheinen leider reichlich andere Neuauflagen, an denen der Zahn der Zeit nagt. Neulich in etwa war bei den Kollegen von ign.com Folgendes zu lesen: »Final Fantasy VII is a great game it just means you haven't played it in the last 10 years«. Das ist zutreffend, nicht nur auf Final Fantasy. Wie viele Millionen anderer Spieler gab es eine Zeit, in der ich Final Fantasy spielte und liebte. Heute sehe ich eminente grafische Mängel und Designfehler. Der Einfluss, den Nostalgie auf unsere Erinnerung hat, ist erheblich. Und so hatte ich begründete Sorge, dass The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3DS ein ähnliches Schicksal ereilt hat.

 

Zum Glück war sich Nintendo dieser Gefahr bewusst und hauchte dem Spiel neues Leben ein. Grafische Aufbesserungen und dreidimensionale Tiefe schaffen eine moderne und zeitgerechte Präsentation  der fesselnden Welt. Auch Bedienoberfläche und Steuerung wurden angepasst und geben dem Spieler nun mehr Kontrolle beim Lösen von Rätseln und Navigieren durch die diversen Dungeons der Spielwelt. Ganz bestimmt gab es nie einen besseren Zeitpunkt, um nach Hyrule zurückzukehren. Wenn alle Remakes mit demselben Charme und Talent in das Hier und Heute geholt werden, steht Spielerinnen eine gute Zeit ins Haus. 

 



 

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06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

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