Stoppt die Zeit, haltet den Atem an. Ich möchte von einer Legende erzählen: Es ereignete sich in dem Jahr, als Monica Lewinskys Freizeitvergnügen mit einem populären US-Präsidenten die Aufmerksamkeit der Medien erregte, Titanic viele Millionen Menschen verzauberte und man in Deutschland die Einführung der Euro-Währung verabschiedete. In jenem Jahr, also 1998, veröffentlichte Nintendo ein kleines, goldenes Modul für eine nebelbehaftete 64-Bit-Konsole, das in seinem Fach Geschichte schreiben sollte. Ich schreibe von The Legend of Zelda: Ocarina of Time, einem Spiel, welches bis heute die höchste Würdigung der Fachpresse erzielte. Die Wertungsfetischisten von Metacritic gibt eine durchschnittliche Wertung von 99 von 100 möglichen Prozentpunkten an. Ocarina of Time ist damit – nach diesem Verständnis von Qualität – ein (fast) perfektes Spiel!
Worum geht es? Als einfacher Junge kam Link in den heiligen Kokiri-Wald, als seine Mutter ihn durch den gerade im Land tobenden Bürgerkrieg zurücklassen musste. Dort war er Außenseiter, denn anders als die übrigen Kokiri-Kinder hatte er keine Fee um sich herumschwirren. Schon bald sollte sich sein Schicksal wenden: Die Fee Navi weckt ausgerechnet Link aus dem Schlaf und bittet den verdutzten Jungen um Hilfe. Sie erzählt von Problemen im Kokiri-Wald und dem weisen Deku-Baum, der von Ganondorf, dem Meister der Diebe, verflucht wurde und nun droht, auszutrocknen. Nach und nach wird man über sämtliche Vorgänge aufgeklärt, erfährt mehr über das Zusammenspiel von Gut und Böse, lernt, sich in der großen Welt von Hyrule einzuordnen und gegen das drohende Schicksal anzukämpfen. Ganondorf, so stellt sich heraus, ist einer der drei Triforce-Segmentträger. Sollte es ihm gelingen, das Relikt der Götter zu vervollständigen, steht ihm unbegrenzte Macht für seine üblen Machenschaften zu... Links Aufgabe ist unmissverständlich.