Die guten alten Zeiten
Einen kleinen Zusatz für all diejenigen, die gerne in der Vergangenheit schwelgen, haben die Entwickler sogar versteckt eingebaut. Wer sich noch an Zurück in die Zukunft erinnern kann, der sollte sich einfach mal den DeLorean DMC-12, den man im Laufe des Spiels freischalten kann, schnappen und eine Spritztour machen. Bei der richtigen Geschwindigkeit kann die Zeitreise dann losgehen.
Grafisch ist Driver aber trotz allem im Hier und Jetzt angekommen, auch wenn gerade die Umgebungen teilweise recht blass und platt wirken. Umso schöner lassen sich dann die Karossen der Fahrzeuge anschauen – auch, oder besonders wenn sie schon die eine oder andere Delle haben. Besonders beeindruckend sind aber die kinoreif inszenierten Zwischensequenzen. Vor und nach den meisten Missionen wird so die Handlung vorangetrieben. Die ist zwar insgesamt etwas kurz geraten, durch die vielen Nebenmissionen ist in San Francisco aber immer etwas zu tun. Auch spezielle Movie-Herausforderungen haben ihren eigenen Charme und ließen sich von Verfolgungsjagden berühmter Filme der 70er Jahre inspirieren.
Und dann ist da ja auch noch der Mehrspieler-Modus, der Spieler, die mit einem Bleifuß gesegnet sind, ebenfalls mehrere Stunden fesselt. Durch das Shiften und neue, für den Multiplayer exklusive Attacken, ergeben sich spannende und hart umkämpfte Rennen. Klassische Mehrspieler-Modi wie Capture the Flag oder Team-Rennen fordern
Driver San Francisco die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln mehr als gelungen. Das ist allerdings nicht nur dem Retro-Charme einiger Herausforderungen und den Anspielungen an den ersten Teil geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass man geschickt Neuerungen einbauen und durch das Shiften ein neuartiges Konzept erschaffen konnte. Der Mehrspieler-Modus, den es zum ersten Mal in der Driver-Reihe gibt, reiht sich da nahtlos an und bietet mit freischaltbaren Zusatzinhalten auch nach der Kampagne noch lange Spaß in der Bay Area.
