Endlich, Feuer!
Im Laufe des Spiels werden die Rätsel nicht nur schwieriger, sondern das Finden der Gegenstände stellt sich als immer trickreicher heraus. Oft sind Items nur schwer zu erkennen, da sie sich grafisch kaum abheben. Manche, oft nur zwei Pixel große Gegenstände, finde ich eher zufällig. So brauchen einige Rätsel ihre Zeit und Nerven, auch wenn die eigentliche Lösung auf der Hand liegt. Das Walk-through-Verbot versteht sich hier von selbst, auch wenn es schwerfällt. Eines der faszinierendsten Elemente des Spiels ist die Tatsache, dass jedes Rätsel – ist die Lösung noch so absurd – logisch und in sich schlüssig ist. Die Freude ist nach jeder genommenen Hürde groß. Mit anderen Worten: Ich ertappe mich sonst nur selten dabei, enthusiastisch »Ich habe Feuer gemacht!« zu rufen.
LucasArts knüpft nahtlos an den Erfolg von Maniac Mansion an und verbindet die beiden Spiele nicht nur namentlich, sondern versteckt eine ganz Reihe von Insider-Witzen. Das Adventure ist zwar nicht leichter zu lösen, wenn man den Vorgänger kennt – aber es wird lustiger. Alte Bekannte wie Ed, der zu Therapie geschickt wurde oder Grün Tentakel, das mit neuem Bandnamen Erfolg als Musiker haben möchte, bekommen ihre Auftritte. Ein besonderes Feature ist deshalb sicher, dass Maniac Mansion innerhalb von DOTT spielbar ist. Wer also in Erinnerungen schwelgen möchte, ist herzlich eingeladen. Ich widme mich jedoch erst einmal wieder dem Spielverlauf und schaffe es, nicht ohne das eine oder andere Mal nach einem Tipp zu fragen, zu den Endcredits.
Es ist vollbracht, ich bin fertig, habe Hamster in Mikrowellen gesteckt, die amerikanische Geschichte verändert und die Welt gerettet. Endlich gehöre ich dazu, kann mitsprechen und muss feststellen: Selten gab es so viel Witz und Charme und Selbstironie (»Ich habe manchmal das Gefühl, als ob mein Körper von einem perversen, sadistischen Puppenspieler gesteuert würde.«) in einem Computerspiel. Wer eine Kopie besitzt, findet oder erwerben kann, sollte sich hinsetzten und in den Genuss dieses wohldurchdachten und auf so absurde Weise logischen Spiels kommen.
