Nach ihrem mutigen Auftritt in in dem sozialkritischen Dokumentarfilm Come back, Africa trieb das Apartheid-Regime sie aus dem Land. Ihre Musik gab ihr auf der ganzen Welt ein zu Hause in den Herzen derer, die ihren Gesang liebten und lieben. Das sprühende Temperament und der tief emotionale Gesang machten ihre Songs unverwechselbar, selbst dann, wenn es sich dabei um musikalische Standards handelte.
Westwind with Your wisdom
Gather all the young for me
Dark clud hanging over
Nest that bosom strong and free
(Unify us – Don´t divide us)
»Der schnellste Weg eine Botschaft zu schicken, ist ein Lied«, heißt es einmal in Mama Africa. Nina Simone, Harry Belafonte und Dizzie Gillespie traten auf mit ihr, die ihre Stimme nicht nur zum Singen erhob. Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie im eigenen Land unterdrückt würden, weil ihre Hautfarbe sich von der Hautfarbe der herrschenden Klasse unterschiedet, fragte sie Anfang der sechziger Jahre die Weltöffentlichkeit. Unbeirrbar prangerte sie die Diskriminierung von Schwarzen in den USA und Südafrika an. Einen Radioboykott ihrer Songs als Reaktion auf ihre Ehe mit dem Bürgerrechtsaktivisten Stokely Carmichael nahm sie in Kauf. Zurückkehren in ihre Heimat konnte sie erst mit Nelson Mandelas Präsidentschaft. Sie starb dort, wo sie am lebendigsten schien: auf der Bühne. Miriam Makeba - Mama Africa.
Das cineastische Dokument eines bewegenden und bewegten Lebens und ihr Todestag am 10. November einen Tag vor Kinostart machen eine Neu- oder Wiederbegegnung mit ihrer prägenden Musik noch verlockender.