Breite Palette, und kein Widerspruch in sich. The Computers gehen zurück auf die Wurzeln des Rock. Sie tun das ikonografisch gebrochen, mit ihren Tollen, mit Ihren Anzügen, ihren Plattencovern, ihren Schriftzügen und ihren Videos, wobei das entscheidende ist, dass stets etwas Neues aufscheint im Alten. Sie tun es in ihrer Besetzung mit zwei Gitarren, Bass und Schlagzeug. Und sie tun das mit ihrer Musik. Kein Song ihres Debüts This is The Computers kommt an drei Minuten ran, die ganze Platte durchrauscht man in 25 Minuten. Und diese kurze Zeit wird von The Computers derartig laut, rotzig und geradeheraus gefüllt, dass es keine Art hat.
Die Basis ist das 12-taktige Bluesschema. Darüber legt sich Rock’n’Roll. Darüber kommt aus jedem folgenden Jahrzehnt eine Lage: Garage, Punk, Hardcore, Grunge, Post-Irgendwas. Und noch mal Hardcore und Rock’n’Roll und Hardcore. Der Gutturalgesang tut ein Übriges, die spezielle Haltung der Engländer zu unterstreichen. Ihre Eigencharakterisierung besteht nur aus einem Satz: »Destroy everything.« Am liebsten live, auf der Bühne. Dort rotiert ein Wirbelsturm aus Riffs, Drums, Rockabilly und Punk, Hardcore und Brillantine, der mit dem Besten beider Welten alle von den Beinen holt.