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Freitag, 25. Mai 2012 | 02:08

Helene Hegemann dabei

11.02.2010

Preis der Leipziger Buchmesse

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2010 stehen nun fest. In der Kategorie Belletristik sind dies: Jan Faktor, Helene Hegemann, Georg Klein, Lutz Seiler und Anne Weber.

 

Kategorie Belletristik:

 

Jan Faktor: „Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder Im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch)

Helene Hegemann: „Axolotl Roadkill“ (Ullstein Verlag)

Georg Klein: „Roman unserer Kindheit“ (Rowohlt Verlag)

Lutz Seiler: „Die Zeitwaage“ (Suhrkamp Verlag)

Anne Weber: „Luft und Liebe“ (S. Fischer Verlag)

 

 

Helene Hegemann, 1992 in Freiburg geboren, lebt in Berlin. Im Winter 2007 wurde ihr Theaterstück Ariel 15 im Ballhaus Ost uraufgeführt und im darauffolgenden Jahr von Deutschlandradio Kultur als Hörspiel adaptiert. Ihr Drehbuch- und Regie­debüt Torpedo hatte im Oktober 2008 Premiere. Es wurde mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeich­net und lief im Sommer 2009 bundesweit in den deutschen Kinos. Axolotl Roadkill ist ihr erster Roman.

 

Nominiert: Axolotl Roadkill (UllsteinVerlag)

 

Helene Hegemann erzählt vom Leben in einer Welt, die sich von allen Kon­ventionen befreit hat. Die 16-Jährige Mifti lebt seit dem Tod ihrer Mutter in Berlin bei ihren Halbgeschwis­tern. Der Vater, prominenter Ver­treter der Berliner linksresigna­tiven Kulturszene, ist vor allem als Wohnungsschlüssel im Gummibaumtopf anwesend. Als »pseudo-belastungs­gestörtes« Problemkind durchläuft Mifti gerade eine schwere Phase. Sie nimmt Dro­gen, verweigert die Schule und hat einen ausgeprägten Hang zur Realitätsflucht und Selbst­zerstörung. All das registriert und reflektiert sie sensibel und sucht nach einer Ausdrucksform. Sie führt ein Tage­buch, collagiert E-Mails und SMS. Anstatt gegen Konventio­nen zu revoltieren, hinterfragt und analysiert sie permanent die gesellschaftliche Situation, in der sie sich befindet, das Milieu der Kulturschaffenden ihres Vaters, dessen Lebens­entwürfe und dessen hochgestochene Diskurse und sucht im allgemeinen Dahinschimmeln ihres wohlstandsverwahr­losten Umfelds ihren eigenen Lebensentwurf.

 

 

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

 

Michael Hampe: „Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück“ (Carl Hanser Verlag)

Steffen Martus: „Die Brüder Grimm. Eine Biographie“ (Rowohlt Verlag)

Ulrich Raulff: „Kreis ohne Meister. Stefan Georges Nachleben“ (C.H.Beck)

Frank Schirrmacher: „Payback: Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen“ (Blessing Verlag)

Wolfgang Ullrich: „Raffinierte Kunst. Übung vor Repro-duktionen“ (Verlag Klaus Wagenbach)

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