(...) Es scheint heute, als wäre die Sicherheit der Teilnehmer nicht zur Debatte gestanden. Die Menschen spielen keine Rolle. Ich hoffe das alle, die auch nur im geringsten zu Schaden gekommen sind, ihre Lieben verloren haben oder in irgendeiner Weise verletzt wurden, Genugtuung durch sorfältige Arbeit und Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft bekommen und die Verantwortlichen eine gerechte und angemessene Strafe bekommen.
Mich persönlich trifft diese Katastrophe auch sehr hart. Zwar hatte ich mich schon vor ein paar Jahren von der Loveparade getrennt und mittlerweile die Richtigkeit dieser Entscheidung auch nicht mehr in
Frage gestellt. Doch gerade jetzt, bereue ich es mehr denn je, damals nur mit den Wölfen geheult zu haben und nicht auf mein Bauchgefühl gehört zu haben. Mit einem Veto hätte ich den Verkauf kippen können und die Loveparade GmbH in die Insolvenz gehen lassen können. Doch ich hatte
den Wunsch, dass die Parade weiter geht, weil ich das Potential für Frieden und Völkerverständigung darin immer ganz klar gesehen habe.
Es tut mir von ganzem Herzen leid und es betrübt mich sehr, dass dieser Wunsch nun zerstört ist. Und alle die mit der Katastrophe in Berührung gekommen sind, haben mein tiefes Mitgefühl."