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Freitag, 25. Mai 2012 | 02:36

Neues von Pyrolator

16.05.2011

Nach 24 Jahren ein Album und zwei Maxis!

Pyrolator (Kurt Dahlke) meldet sich als Solokünstler zurück und goes Dancefloor! Das Album kommt im Oktober in die Läden, die erste Kostprobe daraus in Form einer quietschgelben Vinyl-Maxi schon am 24. Juni.

 

Kurt »Pyrolator« Dahlke, Spezialist für Musik und Computer. Mitbegründer des Plattenlabels und Musikverlages Ata Tak (Mehr als 150 Veröffentlichungen seit 1979). Mitglied in den Gruppen Fehlfarben, Burkina Electric, Bombay 1, A Certain Frank. Solo als Pyrolator. Er produzierte mehr als 200 Alben und war auf über 100 Veröffentlichungen als Komponist, Musiker und Programmierer tätig. Dazu Produktionen, Konzerte und Installationen seit 1980 in Korea, Japan, USA, Argentinien, Afrika und Europa.

 

Interview mit Kurt Dahlke:

Wieso hast du dir 24 Jahre lang Zeit gelassen für ein neues Album?

 

Ich trete ja schon lange solo auf, aber die Stücke, die ich spiele, eignen sich nur bedingt für das Medium Schallplatte oder CD. Entweder sind sie mit Mehrkanalton oder zu stark vom Visuellen geprägt. Allerdings gab es da auch immer eine heimliche Liebe zu mehr cluborientierter Musik. Ich habe seit Mitte der 90er Jahre immer wieder als Produzent oder Remixer entsprechend gearbeitet, zum Beispiel für Antonelli Electr., Repeat Orchestra, Kreidler oder Rocket In Dub. Und weil mir das immer viel Spaß gemacht hat, habe ich dann auch angefangen, eigene entsprechende Stücke live aufzuführen. Und die sind immer super angekommen, deshalb dachte ich mir: Warum nicht auch ein Produkt veröffentlichen?

 

Ist der Titel Neuland programmatisch zu sehen? Probierst du Neues aus?

 

In erster Linie ist es die Fortführung der Land-Serie meiner Soloalben (siehe Discographie!). Neuland als Titel des fünften Soloalbums war schon immer geplant.

 

Wie genau ist das Album entstanden?

 

Im Prinzip so wie alle Pyrolator-Alben. Der Anteil der Musik, die ich tatsächlich auf dem Keyboard einspiele, ist sehr gering. Bei Ausland habe ich erstmals die Brontologik eingesetzt, eine Art flexiblen Sequenzer. Damals war das noch Hardware. Jetzt ist es eine Software, die ich über die Jahre immer weiterentwickelt habe. Mein Eingabegerät ist zurzeit das Monome. Ich programmiere in eine Art von Matrix die Rhythmen, Akkorde und Melodien. Ich mag die Arbeitsweise, mir Loops zu programmieren, die ich immer weiter verfeinere und so Teil für Teil zusammenstelle. Die Musik, die durch eine Programmierung – man könnte

auch Komposition sagen – entsteht, ist einfach ganz anders, als säße ich am Keyboard.

 

Wie sieht denn dann deine Live-Performance aus?

 

Mit ist es wichtig, flexibel in die Musik eingreifen können, weshalb ich mit zwei speziellen Controllern arbeite. Einerseits mit dem Lightning II, der es mir ermöglicht, mit zwei Stäben Bewegungen in der Luft in

Musik beziehungsweise die Steuerung der verschiedenen Parameter übersetzen kann. Damit kann ich alles im Computer steuern, was ich so brauche – Tonhöhe, Filter, Länge der Teile etc. Der andere Controller

ist der Manta, der sehr sensibel auf Berührungen reagiert und mit dem man sehr feinfühlig Melodien spielen oder andere Steuerungen vornehmen kann.

 

Discografie (Soloalben):

1979 Inland

1981 Ausland

1984 Wunderland

1987 Traumland

2011 Neuland

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