Aber auch über relevante Begebenheiten zu aktuelleren Spielen weiß der Autor zu berichten – so beschreibt Stöcker in etwa das lobenswerte Agieren von Matthias Dittmayer und seinem Projekt Stigma Videospiele oder weist auf das erkennbare Unwohlsein des für den Deutschen Computerspielpreises verantwortlichen Kulturstaatsministers Bernd Neumann hin, wenn es um das Hobby digitale Spiele geht. Bei allem etwaigen Nischentum und unterstellter Nostalgie verliert Stöcker allerdings nie das große Ganze aus den Augen und leistet genau das, was gute Journalisten leisten sollen: sie ordnen die fast unüberschaubare Menge an Informationen ein und liefern dergestalt Kontexte, die im besten Falle zu einer ausgewogenen Meinungsbildung führen. Dass dies zudem auf eine angenehm lesbare Art und Weise geschieht, ist Stöcker hoch anzurechnen.