Auf dem deutschen Markt teilen sich die Versuche bis jetzt in Webserien, die versuchen, kommerziell erfolgreiche Formate und Ideen nachzuahmen, und solche, die in schlichtweg grottig produzierte Comedy abdriften – und beide Sorten spielen immer in Berlin.
Die momentan entstehende Webserie Gangster of Love ist wahrscheinlich nicht diejenige, die das Format aus der Nische holt, in der es momentan vor sich hin dümpelt. Aber sie lohnt zumindest einen Blick, weil sie nicht nur aufwändig produziert ist, sondern auch das Format ernst nimmt: Der Hildesheimer Student Thomas Mielmann arbeitet als Regisseur momentan zusammen mit seiner Crew an Gangster of Love: Die Serie wurde sehr viel größer als ursprünglich geplant: Was zunächst nur ein kleines studentisches Projekt werden sollte, das in Medienseminaren gerlernte Theorien zu Übungszwecken praktisch umsetzten sollte, entwickelte sich schnell zu einer Großveranstaltung mit einem umfangreichen Skript und einer Crew von mehr als hundert Menschen. Im Kern der Handlung steht der Student Max, der sich mit Promotionjobs über Wasser hält, eher schlecht als recht studiert, Gefühlsangelegenheiten blauäugig angeht und ansonsten auf der Suche nach seiner Herzensdame ist. Und dabei natürlich in allerlei Verwicklungen zwischen Einsamkeit und Skurrilität gerät.
Die Macher der Serie sind keine Anfänger: Nicht nur die Schauspieler, auch alle, die hinter der Kamera stehen, haben schon Erfahrungen in ihrem Bereich gesammelt. Das Material ist im Kasten, die Premiere von Gangster of Love soll im November stattfinden. Momentan sammelt das Team auf der ›Crowdfunding‹-Webseite Startnext Geld für die Post-Produktion.
Foto: Nicolas Rösener