Die Suche nach der seit Jahren vermissten Tochter Bonnie geht für Eve Duncan in Die Knochenleserin in die nächste Runde. Und wie erwartet, wird die Jagd nach Bonnies vermeintlichem Mörder nicht nur erneut eine harte Bewährungsprobe für Eves Beziehung zu Joe Quinn, sondern auch ein teuflisch mörderisches Langzeitgemetzel. Nach den unsäglichen Abenteuern, die Eve nicht ganz freiwillig im kolumbianischen Urwald überstehen musste (vgl. Netz des Todes, 2007), hat Montalvo, der Ex-Drogenbaron und Ex-Waffenschieber, Wort gehalten: Drei Männer hat er ausfindig gemacht, die eventuell Eves Tochter getötet haben könnten. Und schon sehr bald ist Joe Quinn einem der drei auf den Fersen.
Jener ist fieser als gedacht, tötet erst den Sheriff einer Kleinstadt, treibt Spielchen mit Eve und lockt diese in die tiefsten Sümpfe. Denn dort könnte nicht nur Bonnies Grab zu finden sein, dort hält er sich auch mit einem weiteren Opfer, einem kleinen Mädchen, versteckt. Und in den Sümpfen kennt sich der pädophile Mörder bestens aus, ist er – na klar – in Nahkampf- und weiteren Überlebensstrategien hervorragend geschult. Gut, dass Eve ihre kleine Privatarmee in der Hinterhand hält, denn auch Joe Quinn und Montalvo sind im Kampf in unwegsamem Gelände, zwischen Schlangen und Alligatoren, auf der Jagd nach ‚Monstern' mehr als geübt.
Die Situation ist aber nicht nur wegen der schrecklichen Ereignisse, der vielen Toten hochdramatisch. Eve kann den Gedanken kaum ertragen, eventuell dem Mörder von Bonnie auf der Spur zu sein, vielleicht das Grab ihrer Tochter zu finden. Und auch Joe kann die psychische Belastung kaum bewältigen, will er doch Eve vor allem Übel dieser Welt beschützen – ein wahrlich ehrgeiziges Projekt. Hinzu kommt der verführerische Montalvo, der keinen Hehl daraus macht, dass er Eve gern auf sein Schloss führen möchte und sie Joe ohne Zögern wegnehmen wird, sobald sich die Gelegenheit bietet.