Dieser Roman von Maria Ernestam beginnt mit einer Geschäftsidee, die drei Freunde gemeinsam umsetzen wollen. Eine Agentur, die die Probleme anderer Menschen löst: Geld verdienen mit Know-how und Kreativität, und dazu die besten Freunde als Kollegen, das klingt verlockend. Mari, Anna und Fredrik richten also Wohnungen ein und helfen ihren Kunden bei der Steuererklärung. Sie haben nicht damit gerechnet, dass sich auch Menschen mit illegalen Ansinnen an sie wenden könnten – bis eines Tages eine Kundin mit der Bitte auftaucht, ihren Mann zu beseitigen.
An dieser Stelle könnte der neueste Roman von Maria Ernestam zu einem Krimi werden, mit raffinierten Mordstrategien und Rätselraten um den wahren Täter. Aber das geschieht nicht. Es gibt wohl Tote, und es bleibt auch bis zum Schluss spannend, wer es wohl gewesen ist. Aber die Verbrechen scheinen nur dazu zu dienen, die Geheimnisse ans Licht zu bringen, die die drei Freunde schon lange mit sich herumtragen. Sie, die sich schon ihr ganzes Leben kennen, haben jeder ein Problem, das sie den anderen nicht anvertrauen. Kein Wunder, dass sie sich, als plötzlich wirklich jemand tot ist, gegenseitig zu verdächtigen beginnen.