Und noch eine Frage: Warum sind irre Väter sympathisch, während irre Mütter es weit weniger sind? Wie der Name andeutet, geht es im vorliegenden Roman um die Beziehung des Protagonisten (Jasper, zeitweise Kasper) zu seinem Vater Martin Dean (meistgehasster Mann Australiens), dessen Beziehung zu seinem Bruder Terry Dean (beliebtester Verbrecher Australiens) und deren beider Beziehung zu Caroline. Und eigentlich auch zu ihrer beider Mutter. All das fällt unter die anderen Vergnügungen, die nebst Vatermord gern zu einer umfassenden Psychose führen können. Doch zurück ins System.
Jaspers Geschichte beginnt im Gefängnis, wo er beschließt, die Biografie seines Vaters und mithin seine eigene zu schreiben. Martin (Jaspers Vater) ist als Kind ständig krank und der Bruder von Terry, ein kraftstrotzender Sportheld, der später der bekannteste und beliebteste Verbrecher Australiens wird. Der Verlauf dieser mehrfach gebundenen Beziehung bestimmt den ersten Teil des Buches, innerhalb dessen irgendwann auch Jasper zur Welt kommt. Ich kann eine Geschichte von 800 Seiten an dieser Stelle nicht zusammenfassen, und sie ist an sich auch völlig irrelevant, wie es häufig bei Urlaubsbüchern der Fall ist. Sie trägt durch ein Panorama des Australiens der frühen sechziger Jahre, durch Schulterror und Kinderhass. Die Beschreibungen des alltäglichen Mobbings unter Kindern ist einer der Höhepunkte des Buches, die einen schönen verregneten Urlaub perfekt machen.
Längen, wie Monologe des Vaters, depressive Episoden aller Beteiligten und die weit verbreitete Beziehungsunfähigkeit sind bestens geeignet, um sie via Feldstudien beim Frühstücksbuffet zu verifizieren.