Teitur will erstmal auf die Bühne des Münchner Ampere, die er zwei Stunden nach unserem Gespräch und exakt drei Jahre nach seiner letzten Tour mit seinem neuen Team erklimmt. Nachdem er jahrelang mit verschiedenen internationalen Musikern durch die Lande gezogen ist, hat er nun einen alten Schulfreund und zwei weitere Bekannte aus Kopenhagen an seiner Seite. An diesem Abend bestimmen die Songs des aktuellen (in Kopenhagen aufgenommenen!) Albums das Programm. Es gibt aber auch ältere Highlights wie die solo vorgetragene Songwriter-Perle Josephine oder den diesmal in stoisch-unterkühlter Weise interpretierten Anti-Lovesong Don´t let me fall in love with you.
Auch wenn die instrumentale Vielfalt der 2008er Tour, als man kammermusikalische Unterstützung mitbrachte, nicht erreicht werden kann, ist es wie gewohnt ein abwechslungsreiches und gefühlsintensives Konzert. Dass jedermann einen Song schreiben kann, erklärt Teitur, indem er erläutert, dass eine Geschichte der Ausgangspunkt eines jeden Songs ist. »Ihr kennt das doch auch, da sitzt ihr mit der Familie am Essenstisch und dieser – sagen wir mal – ukrainische Cousin ist als Gast da. Und wie immer packt Vater seine alte Story aus der Unizeit aus. Da habt ihr schon euren Song, ein paar Akkorde dazu, zack, fertig.«
Auch wenn ich Catherine, the waitress und den Favoriten meines Teitur-Lieblingsalbums Stay under the Stars, I run the caroussel vermisse – gehe ich, wie ca. 150 weitere Besucher, mit einem breiten Grinsen im Gesicht nach Hause. Ohne Hund.