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Freitag, 25. Mai 2012 | 09:37

LAL: LAL

12.01.2012

Sounds of Change

Das selbstbetitelte, vierte Album der multikulturellen, kanadischen Truppe will Teil einer Bewegung sein, in der Kreativität Ausdruck eines Lebensstils ist, der Veränderungen anstrebt. Von TOM ASAM

 

Die Sängerin, Dichterin und Aktivistin Rosina Kazi, deren Familie aus Bangladesh stammt, der auf Barbados geborene Produzent und Soundtüftler Nicholas Murray und der aus Uganda stammende Ian de Souza sind LAL; zusammen mit anderen Musikern, Filmemachern, Tänzern, Dichtern, bildenden Künstlern und politischen Aktivisten bilden sie ein loses Kollektiv rund um Toronto. In diesem Konglomerat finden sich Organisationen wie no one is illegal ebenso wie The Toronto womans bookstore. LAL sind also Teil einer politisch-kreativen Bewegung, die Alternativen zu bestehenden Verhältnissen sucht und zu leben versucht.

 

Auch wenn Sängerin Kazi sich im Herzen als Anarchistin bezeichnet, haben wir es bei der Musik von LAL keinesfalls mit wüstem Brachialsound oder unausgegorenen, schnell rausgerotzten Punk-Enkeln zu tun. Die Multinationalität macht sich durchaus, zumindest mittelbar, bemerkbar, fließen hier doch verschiedenste Einflüsse und Stile ineinander. LALs Album Warm belly,high power wurde vom kanadischen Exclaim! Magazin zum besten Soulalbum des Jahres gekürt. Das könnte einen aber auf eine etwas falsche Spur bringen, dieser Sound speist sich genauso aus Elektro, TripHop oder World Music, wirkt aber in sich geschlossen und organisch, Vergleiche mit anderen Bands scheinen schwer und letztlich mögen LAL sicher vieles – aber keine Schubladen.

 

Das souligste bleibt dabei wohl Kazis Stimme, die etwa zu elektronischem Rauschen und Herzklopfbeat in Red Room singt: »while we are sleeping our nightmares are dreaming of music to keep us away.« Nach einer knappen halben Stunde ist diese Musik leider schon ausgeträumt. Macht nichts, auf play gedrückt und nochmal gehört! Wann hört man schon in einer Stunde zwei gute Platten?

 

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