Aller Anfang ist schwer
Das Ganze begann ziemlich bescheiden: hübsche Interpretationen, nett gespielt. Doch die große Wende kam mit dem Kassenschlager "Another Brick In The Wall" vor der Pause. Auf einmal lebte das Orchester auf, die Solisten schienen wie erleuchtet, und selbst die vier Sänger in übrigens sehr fancy Smokings holten ihre Stimmen aus der Westentasche hervor. Keiner wusste, was passiert war, aber alle waren von den Socken. Danach lief die Show bombastisch: Die Vielfalt der Pink Floydschen Musik konnte besser nicht dargestellt werden – von Jazz durch den Saxophonisten Anton Mühlhans, über klassischen Gesang des Vocalquartetts Q Vox (manchmal womöglich eine Spur zu klassisch) bis hin zu Blues und Rock der E-Gitarre Jerry Sovas war alles dabei.
Eine eigens für diesen Abend kreierte Lightshow deutete die für Pink Floyd Konzerte so typischen Lichteffekte an (gut, ein echtes Livekonzert von Pink Floyd ist um einiges besser) und untermalte die Musik gekonnt. Der Abschlusssong "Us And Them" badete das Publikum in ein unglaubliches Lichtermeer. Alles in allem doch noch ein toller Abend. Wer kann, sollte hingehen; Konzerte finden noch bis August statt. Für echte Pink-Floyd-Fans durchaus ein Muss.
Weitere Termine:
05.03.2010 Berlin, Friedrichstadtpalast
29.03.2010 Leipzig, Gewandhaus
13.04.2010 München, Gasteig
14.04.2010 Nürnberg, Meistersingerhalle
16.04.2010 Dresden Kulturpalast
18.04.2010 Stuttgart, Liederhalle