Keine Ausfälle
Vom Klavierschüler zum Grunge-Fan, vom Mitglied des an Suicide geschulten Devil Duos über Death Metal bis zur Zusammenarbeit mit Patrick Pulsinger ging die Reise. Diese Erfahrungen kumulieren nun im lärmenden, arschtretenden Hazard, das man als ambitionierten, aber nicht zu ernst gemeinten „Hard Joke“ auffassen sollte. Acht instrumentale Tracks scheppern wuchtig und beatlastig, ergänzt um stetig herumflirrende Klangschnippsel. Brachialtechno, Grindhousedisco, Electronic-Weirdo-Noise, name it what you want. Das klingt auf einer fetten Club-Anlage sicher sehr ordentlich, macht sich aber auch unter dem heimischen Kopfhörer ganz gut, wenn man morgens in die Gänge kommen will und zu faul ist, die Kaffeemaschine anzuwerfen. Über die gesamte Albumlänge ist das allerdings schon etwas heftig. Diese Veröffentlichungsform zu wählen als „Stupid Idea“ (so heißt der Opener) zu bezeichnen wäre aber unfair, da Ausfälle nicht zu verzeichnen sind.