Mit Remix-Veröffentlichungen ist das so eine Sache. Bevor man die wahren Perlen bzw. persönlichen Favoriten aus der heutzutage für jedermann völlig überfordernden Anzahl an Veröffentlichungen herausgepickt hat, gibt es von einigen Songs bzw. Tracks schon eine ganze Latte von Remixes. Ein Teil davon mag sinnvoll sein, um einem Stück vom Wohnzimmer auf die Tanzfläche zu verhelfen. Der Mehrwert von kompletten Remix- oder Mix-CD-Veröffentlichungen scheint mir jedoch in vielen Fällen eher fraglich. Das ist in etwa zu vergleichen mit der obligatorischen Livescheibe, die jede Rockband an einem bestimmten Punkt der Karriere veröffentlicht(e). Hat man sich auch gerne gekauft – aber in den wenigsten Fällen öfter als einmal gehört oder den Studioversionen vorgezogen. Was könnte den Käufer nun dazu bewegen, sich anzuhören, welche deadlines Herr Schnauss denn in den letzten Jahren verpasst hat? Zunächst einmal stehen da drei Alben im Raum, die der gebürtige Kieler bisher unter seinem Namen veröffentlicht hat. Diese Electronica-Highlights sorgten zurecht für viel Euphorie.