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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:00

Ólafur Arnalds: ...and they have escaped the weight of darkness

20.05.2010

Lichtstrahl aus der Aschewolke

Junger Isländer versucht die im Vorprogramm von Sigur Rós gewonnene Aufmerksamkeit zu einem kleinen Schritt Richtung Sonne zu nutzen. Von TOM ASAM

 

Bereits für sein Debüt erhielt der erst 23-jährige Arnalds gleichermaßen verbales Schulterklopfen von so unterschiedlich ausgerichteten Musikmagazinen wie DE:BUG oder Jazzthetik. Elegische Schönheit und athmosphärische Dichte wurden seiner Musik dabei attestiert – Attribute, mit denen isländische Künstler traditionsgemäß gerne bedacht werden. Einer Tour im Vorprogramm von Sigur Rós folgte der musikalische Beitrag zu einem zeitgenössischen Balletstück. Mit "…and they have escaped the weight of darkness" gibt es nun eine Veröffentlichung, die scheinbar darauf abzielt, den geneigten Pophörer mit Klassik vertraut zu machen. Die ziemlich minimalen Arrangements basieren auf Piano und Streichern (Violine, Viola, Cello). Die fast durchgehend instrumentalen, relativ kurzen Stücke werden stellenweise subtil durch weitere Instrumente wie Schlagzeug, Gitarre und Synthie angereichert.

 

Sehr zurückhaltend

Das passiert für meinen Geschmack jedoch etwas zu zurückhaltend; die angestrebte klangliche Vielseitigkeit springt einen nicht wirklich an. Sowohl der offene Indie-Pop-Fan als auch der Klassikhörer dürfte hier vergeblich auf Überraschungen oder große Gänsehaut-Momente warten. Die erhabenen, upliftenden Momente, die man etwa bei Sigur Rós finden kann, fehlen ebenso wie die dramaturgischen Steigerungen, derer sich ungezählte, klassik-beeinflusste Post-Rock-Bands gerne bedienen.

 

So bleibt das Album ein angenehmes Stück Musik für wolkenverhangene Tage. Ob es ein Kompliment ist, dass es die erste CD ist, die unkommentiert und protestfrei im Wohnzimmer meiner Eltern in deren Beisein durchlief, weiß ich nicht. Vielleicht zeugt es ja von einer möglichen Breitenwirksamkeit Arnalds. Dass dieser auch anders kann, beweist er unter anderem auf seinem dance-orientierten Nebenprojekt Kiasmos, das ebenso auf dem durchaus interessanten und vielfältigen Label Erased Tape Records zu finden ist.

 

Für alle, bei denen sich aus der Kombination der Worte Island, elegische Schönheit und Sigur Rós ein bedingter Reflex (erwartungsvoll aufgestellte Lauscher, verklärter Blick, gezückter Geldbeutel) eingestellt hat, der mit vorliegendem Album nicht wirklich bedient wird, noch ein abschließender Tipp: Hilmar Örn Hilmarsson & Sigur Rós: “Angels Of The Universe” (Soundtrack).

 

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Wie geht es euch mit diesem Album? Speziell mit dem Ende? Ich muss immer wieder zurückspringen, kann das nicht oft genug hören. Meine Gedanken dazu: http://thedeathcat.com/2011/01/17/myrkursins-aber-man-muss-die-titel-von-olafur-arnalds-nicht-verstehen/
| von Alexander, 19.01.2011

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
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