,,Vier Räder und ein Motor, ich komm mir frei und geborgen vor..."
„Oh, dieser Sound“ passt einfach für diese halb vergeigten Tage, an denen du beschließt: Scheiß drauf, passt schon! Wenn du an der Tanke noch 'n Päckchen Kippen mitnimmst, obwohl du aufhören wolltest. Auf dem Heimweg das Fenster runterkurbelst, obwohl es immer noch saukalt ist, und den Ellbogen grinsend raushängst. An der Ampel deinen alten Mobilknochen rausholst, um die Jungs anzurufen – und immer noch grinst, als die Cops dich rauswinken. Und daheim angekommen die Biere zum Kühlen in die Wanne legst, wie zum letzten Mal 1992 – einfach weil du Bock drauf hast! So ein Sound ist das, klar!? Dabei gibt’s, etwa mit den Disco-Anklängen in „Das Feuerwerk..“ oder den geilen Pop-Pomp-Momenten in „Rette dich...“, noch kleine Sahnehäufchen auf den leckeren, gutbürgerlichen Superpunk-Apfelkuchen. Das einzige, was mich leicht traurig stimmt, ist, dass im tollen Superpunk-Logo um die geballte Faust nicht mehr „Superpunk Hamburg-München“ steht! Der Hintergrund: Bassist Tim Jürgens ist nicht mehr beim Hochglanzmagazin mit den tollen Klapp-Popopostern, das man immer wegen der „guten Interviews“ gekauft hat, tätig. Dafür ist er stellvertretender Chefredakteur bei 11 Freunde. Auch schon wieder geil, Mann. Aber halt in Berlin. Sei's drum: Superpunk: HH – Berlin. Spitzenband. Super Platte. Tolles Cover (S/W-Schnappschuss ins Publikum des guten alten Star-Clubs!? Und Hamburg-Legende als Produzent: Bernd Begemann. (Na, wäre in zwei Sätzen auch gegangen - ohne das Gesülze, was!).