Go to Togo sollte diese Album ursprünglich einmal heißen. Toog bedeutet im Niederländischen sowohl Soutane (Toga) als auch Theke (Schanktisch). Nun stelle ich mir jemanden vor der in der Toga durch Togo marschiert und an der ein oder anderen Theke pausiert. Was das mit der Musik auf Goto zu tun hat? Gilles Weinzaepfen, so der Name des Mannes unter der Soutane, lässt seinen Ideen und musikalischen Assoziationen Platz zur Entfaltung.
Der Sinn dahinter mag sich zunächst einmal nicht erschließen, ruft aber Bilder und Emotionen hervor. Wie in einem Notizbuch sammeln sich verschiedenste Skizzen und Ansätze an. Geräusche, Töne und Worte fügen sich letztlich zu einer Einheit, die nicht stringent geplant, jedoch auch nicht willkürlich erscheint. Gilles aka Toog ist nicht nur Musiker, sondern auch Poet und Filmregisseur. Vor zwei Jahren drehte er mit „prelude a sommeil“ eine Dokumentation über den französischen Elektronik-Pionier Jean-Jaques Perry, der 1966 mit Gershon Kingsley ein Album Namens The In Sound From Way Out auf Vanguard veröffentlichte – ein Albumtitel, den die Beastie Boys auch toll fanden!