Vier B´s - und doch keine Big Stars
Dass Teenage Fanclub größere kommerzielle Erfolge verehrt blieben (und damit sind sie eher vergleichbar mit dem in diesem Kontext auch erwähnenswerten vierten B für Big Star), mag unterschiedliche Gründe haben. Zur falschen Zeit am -äh- falschen Ort? Zu wenig „Bandwagonesque“? Oder ist es der Verzicht auf Popstargehabe, der auch andere tolle schottische Bands wie Belle and Sebastian, Mogwai, Aereogramme oder The Delgados von vergleichbaren Musikern aus London oder New York unterscheiden mag?! Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass sich hier gleich drei Bandmitglieder als Songwriter austoben, was auf Kosten der Stringenz geht und dafür sorgt, dass die Alben selten auf Anhieb zu 100% überzeugen?
Egal, all das macht die Band - die letztlich vielleicht mit ihrem Status auch völlig zufrieden ist - nur sympathischer. Auf Shadows geht es – anders als der Titel vermuten lässt, fast etwas zu luschig und sonnig zu. Doch auch ein Haufen „einfach nur guter Songs“ ohne große Haken und Ösen und teils auch ohne allzu großen Wiedererkennungswert ist wieder einmal Kaufanreiz genug, wenn sich dazwischen Songs wie Baby Lee einreihen, die dem ganz großem Wurf einfach gefährlich nahe kommen und jedem Fan klassischen Pop´s unabhängig vom Alter ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern! Der Fanclub braucht und findet immer wieder neue Mitglieder!