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Freitag, 25. Mai 2012 | 10:05

Teenagersintokyo: Sacrifice

22.07.2010

Aus dem Vollen

Sie sind keine Teenager, erst recht nicht aus Tokyo - sondern Twens aus dem sonnigen Sydney, die ihre musikalische Heimat in der Tristesse des Englands der Achtziger Jahre gefunden haben. Von DAVID EISERT

 

Welchen Einfluss die bleichen Briten von The Cure und Joy Division auch heute noch auf die Popwelt ausüben, lässt sich leicht am Erfolg von Gossip, The XX & Co. ablesen. Und auch das Quartett um die Sängerin Samantha Lim erliegt dem morbiden Charme der Helden des New Wave. Die freundlichere und tanzbarere Weiterentwicklung des melancholischen Sounds hin zum Synthie-Pop à la New Order oder gar Daft Punk haben sich die TeenagerInTokyo ebenso intensiv angehört.

 

Amtliche Produktion

Produktionstechnisch kann man heute ja aus dem Vollen schöpfen – was Produzent David Kosten auch gemacht hat. Dieser hat sich in der Vergangenheit nicht nur als Produzent (Skin, Natalie Imbruglia) einen Namen gemacht, sondern ist auch als DJ und Musiker aktiv. Auf seinem unter dem Namen „Faultline“ veröffentlichtem Album „Your Love Means Everything“aus dem Jahr 2002 haben die Flaming Lips, Chris Martin und Micheal Stipe mitgewirkt. Dieses Namedroping legt es schon nahe: Hier wird Größeres angestrebt! Und „Sacrifice“ bietet auch eine ausgewogene und durchaus gefällige Mischung aus wildem Elektropunk, stoischem Neo New Wave, betörenden Dancefloorfegern und epischen Popsongs. Auf ihrem Debüt  verneigen sich die TeenagersInTokyo vor ihren Helden ohne zu sehr am Original zu kleben. Zitieren ja, abkupfern nein! Ob das ausreichen wird um, wie die englische Fachpresse meint, eine jener Bands zu sein, auf die man diese Jahr zählen sollte, bleibt allerdings abzuwarten.

 

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