Das Trio aus der US Indie Metropole Portland, Oregon hat sich im Laufe ihres Bestehens den Ruf eingespielt, wie die kleinen Brüder der Flaming Lips zu klingen. Das nehmen die Musiker um den Multiinstrumentalisten Brent Knopf aber niemandem übel. Eher ist dies ihr Ansporn, dem Hörer noch ein paar Abwechslungen und Experimente mehr zuzumuten. Auf dem gerade veröffentlichten vierten Album Mines puzzeln sie Postrock, Indie, Art Rock, Funk, Reggae und vieles mehr zu raffinierten Songs zusammen, die sich nicht verkünsteln und ohne großen Überschwang nach vorne losgehen. Aber nichts überstürzen, mit Queen Black Acid geht es zunächst instrumental und dezent los. Man lässt das Modest Mouse artige Taos folgen und bei Dirty Cartoons pumpt schließlich der Bass und zieht dich Richtung Tanzfläche. Ausruhen kann man dann wieder beim hymnischen Sleeping Beauty oder den Klavierklängen von Five Little Rooms. Der Luxus, drei Sänger mit unterschiedlichen Stimmen in einer Band zu haben, ist nie verkehrt. Den Beatles hat das damals auch nicht geschadet und es wäre Menomena zu gönnen, dass sie mit Mines mehr erreichen, als nur ein paar begeisterte Kritikernerds.