FOPS aus San Francisco sind Chadwick Donald Bidwell von Ral Partha Vogelbacher und Dee Kesler von den Thee More Shallows, die mit Yeth Yeth Yeth den ersten Output, ihrer auf zwei Veröffentlichungen ausgelegten Zusammenarbeit, vorlegen. Die Infos von Monotreme Records sind spärlich, auch das Internet gibt wenig her. Eine Recherche nach FOBS führt zum ‚Fractional Orbital Bombardment System’ (kurz FOBS), einem Kriegsspielzeug, dass von 1969 bis 1983 in den Hangars der UDSSR verrottet ist. Mit viel Humor kriegt man die Kurve zu unseren FOBS. Spielte doch in dieser Zeit die Musik, die die Beiden als ihre Haupteinflüsse benennen, Krautrock und 80er Jahre Synthie-New Wave. Wobei Zweites ohne das Erste nie entstanden wäre. Der Sound von FOBS basiert auf einem organischen Groove, erzeugt von echtem Schlagzeug, Bass und Gitarre, zu dem mit alter Synthesizer- und Sequenzertechnik Klangexperimente erzeugt werden. Keslers Stimme gibt dem Ganzen einen Rahmen, die Instrumente toben sich aus. Die Platte hat einen interessanten, stilistischen Aufbau. Sind die ersten 4 Tracks krautrockig, von Cluster und Faust beeinflusst, geht es im Anschluss new-wavig weiter. Die Drums werden synthetischer, die Melodien ein wenig kühler, die Stimmung britischer. Zum Finale schließt sich der Kreis wieder gen Festlandeuropa und die Amis hauen noch `nen Ambient Track raus. „Prepare to dance whilst scratching your head“. Sehr schönes Album und im Frühjahr 2011 folgt auch schon der zweite Streich.