Thomas Kistner: Fifa-Mafia TATORT (SR) - Skalpell (28.05.2012) von Michael Ebmeyer David Small: Stiche. Erinnerungen Eli Pariser: Filter Bubble Der FUTTERblog - streng verdaulich!
Freitag, 25. Mai 2012 | 10:14

Instrument: Instrument

02.09.2010

Faites vos jeux!

Zum Musik machen braucht man ein Instrument, mindestens. Ein paar Ideen für Songs sind auch nicht verkehrt. Rumgespacke und Mackertum braucht man nicht. Man hat schließlich sein Instrument. Von DAVID EISERT

 

Vor zwei Jahren hieß es im Münchner Cosmic Casino „rien ne vas plus“, nichts geht mehr, alles gehört der Bank. Aber für echte Zocker kann so etwas ja kein Grund sein, die Finger von den Jetons zu lassen. Und nun geht aus der Asche von Cosmic Casino die Gruppe Instrument hervor, die unter der Obhut von Achim Lindermeier ein reifes und überzeugendes Debütalbum eingespielt hat. Slow Motion Emotion heißt der erste Song und dieses Motto zieht sich durch die Musik der vier Oberbayern. Behutsam bahnen sich die Töne ihren Weg, steigern ihre Lautstärke und setzen sich in kraftvollen Riffs fort. Eindeutig Rock, jenseits großer Posen aber gemacht für die Bühne. Vor allem live wird sich die ungeheure Dynamik, die in den langen Instrumentalstücken steckt, voll entfalten. Denn nur wer richtig leise spielen kann, weiß gepflegt aufzudrehen. Gesungen wird auch, aber nur bei wenigen Stücken. Dann kratzt man ein wenig am Zuckerhut des Pop.

 

Skater im Ahornland

Bands wie Aereogramme, Appleseed Cast, Sometree oder auch La Par Force würden ihre Instrumente bestimmt gerne an die Jungs ausgeliehen haben. Beim Hören entstehen Bilder im Kopf von Weite und Naturgewalten und so wundert es nicht, dass das komplette Album als Soundtrack für den Film Ahornland dient. Paradoxerweise handelt es sich bei Steve Stofflovskys Regieerstling um einen Skateboardfilm. Da würde man eher HipHop oder Punkrock und weniger Postrock als Klangbeilage erwarten. Aber die Story ist nicht typisch ‚easy living’, sondern postapokalyptisch. Nachdem 2023 die Erde platt gemacht wurde, haben nur ein paar ‚Skater’ und ihre natürlichen Feinde, die ‚Inliner’ überlebt und der letzte große Kampf um die letzten Ahornwälder steht vor. Wer gewinnt ist klar, denn „my god rides a skateboard“. 


Flattr this


 

| kommentar schreiben

Name:
Kommentar:

Unser Lieblingssufi live!!

06.06. Aachen, Musikbunker
07.06. Hannover, Musiktheater Bad
19.06. Hamburg, Uebel & Gefährlich
20.06. Berlin, Gretchen
21.06. Leipzig, UT Connewitz
22.06. ...

Götter verstehen keinen Spaß

Wenn Shakespeare sich in der griechischen Mythologie bedient und den blindes Seher Tiresias zum Helden eines seiner Stücke gemacht hätte, der Inhalt hätte durchaus so aussehen ...

»Die Wahrheit ist ein scheues Kind ...«

Mit dem Roman Tannöd begann 2006 die erstaunliche Karriere der Andrea Maria Schenkel. Der Nachfolger, Kalteis (2007), bewegte sich noch ganz im Dunstkreis des erfolgreichen ...

Valium im schwarzen Anzug

Die MIB-Filmreihe von Regisseur Barry Sonnenfeld komplettiert sich nun zur Trilogie und tischt dem Zuschauer das Alte vom Vortag nochmal neu auf – nur diesmal in 3D. Lasst euch vom ...

Licht wo zu viel Schatten lag

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. ...