Jahre später fand sich Brisa in Paris und der Welt des (Live-)Jazz wieder. Sie spielte ausgiebig und schaffte es tatsächlich beim legendären Blue Note Label zu veröffentlichen. Ihre von Pop-Folk und Psychedelia gestreiften Alben waren dabei in Frankreich durchaus erfolgreich. Und nun? Alles in Ordnung? Für Allright now ging es zurück nach Kalifornien, wo das Album in einem provisorischen, solarbetriebenen „Studio“ entstand. Eingespielt und aufgenommen wurden die Songs letztlich in einer alten Kirche im Hinterland von New York. Das Ergebnis: Jazz, Folk, Pop – oder was? Eher Power-Pop mit ordentlich Gitarrenantrieb im Stile der späten 70 er, früher 80er Jahre. Blondie ohne Debbie Harry. Dafür mit Marianne Faithful! Oder ist es weniger die Stimme von Brisa, die mich auf diese Fährte bringt, als die Lederkombi-Pose auf dem Cover? Girl on a motorcycle – da haben wir wieder den Anschluss an die 60er Jahre und den von den Eltern mitgegebenen Freiheitsdrang. Wer sich nicht in die Lederklamotten schmeißen und den Wind um die Nase pfeifen lassen will – wenigstens eine Prise Brisa kann nicht schaden. Schnörkellose Songs, gute Gitarrenriffs, starke Rhythmus-Abteilung und eine wirklich klasse Stimme die da singt: „You got my stone to beat like a heart!“ bringen auch im Pyjama frischen Wind in die Bude!

