In seiner Jugend versuchte Jeff Rowe dem Kleinstadtmief seines Heimatsortes Allston /MA mit Hilfe von Punk und Hardcore zu entfliehen. Bei Boxing Water und Tomorrow The Gallows wurde ordentlich Lärm gemacht bis Jeff zu der Erkenntnis kam, dass bestimmte Gefühle besser leise transportiert werden. Besonders wenn es sich um den persönlichen Frust und die Angst davor handelt, hinter die eigene Fassade zu schauen. Das geht besser in der intimen Atmosphäre einer Bar, bei ein paar hochprozentigen Seelentröstern. So ist auch die Musik ruhig und leise. Mit einer Akustikgitarre und der gelegentlichen Unterstützung von ein paar Kumpels spielte Jeff Rowe sein Solodebüt Barstool Conversations ein und weiß mit intensivem AkustikFolk zu gefallen.
Rocky Votolato, Frank Turner, Greg Graffin oder auch John K. Sampson haben vorgemacht, dass sich die Punkrock und Hardcore-Einstellung auch in der ruhigeren Variante ausleben lässt. Wichtiger als die Musik sind bei so einem Vorhaben ja die Texte und da wird Jeff sehr persönlich und stellt seine working class Ästhetik deutlich zur Schau. Ein wenig mehr Selbstironie wie bei Turner oder Sampson könnte für die Zukunft nicht schaden, denn sonst gibt’s ruckzuck ein Magengeschwür und dann ist Schluss mit den lustigen Barabenden. Und das will nun wirklich keiner. Detlef, mach nochmal ne Rutsche klar!

