von Michael Ebmeyer Andrea Maria Schenkel: Finsterau David Small: Stiche. Erinnerungen "Bacon Talks": Frankfurts Schauspielintendant Oliver Reese schreibt ein Stück und inszeniert Der FUTTERblog - streng verdaulich! Kennzeichen T - 28.04.2012
Freitag, 25. Mai 2012 | 11:32

The Hundred In The Hands: Same

23.09.2010

Spit it out!

Neue Entdeckung der geschmackssicheren Scouts von Warp Records. Das in Brooklyn/NY beheimatete Duo spielt eine flockig-leichte Mischung aus Pop, Indie und Electro, die zwar nicht völlig neu ist, dem Label aber gut zu Gesicht steht. Findet DAVID EISERT

 

Eleanore Everdell (Stimme und Tasten) und Jason Friedman (Gitarre, Bass, Beats und Programming) stehen hinter dem Projekt The Hundred In The Hands und haben bisher nur eine EP (This Desert) in Eigenregie veröffentlicht. Auch die Songs des ersten Longplayers sind im diy-homerecording Prozess plus ein paar Studiostunden unter renommierter Anleitung entstanden. Soundtechnisch ist es schon mal top und auch das Video zur Single Pigeons ist bestens in Szene gesetzt. Da weiß jemand, was er tut und wer nach diesen Bildern seiner Teenagerzeit nachtrauert, ist selber schuld.

 

Hunger auf mehr!

Die Musik ist locker, entspannt, manchmal ätherisch und erotisch. Sie selber nennen es scherzhaft Housegaze. Also leicht und fast durchsichtig, aber mit genug Substanz. Dabei immer tanzbar und schon beim ersten Hören mitten im Ohr. Anorektischer BigBeat? Nein, das macht eher Hunger auf Mehr: Baiser, Souffle´ und ein leichter Weißer... Disco, 80er Pop, früher Hip Hop, French House, Ska, Dub, Post-Punk, New Wave - das alles findet sich auf den Festplatten der beiden Soundbastler und wird stilsicher vermischt und gerecht auf die elf Songs aufgeteilt. Eleanores Stimme erinnert an große Popdiven, die große Songs mit großen Gesten unters Volk verteilen. The Hundred In The Hands haben die Gabe, alles gleichzeitig zu sein ohne dabei ausrechenbar zu werden. Am Ende zählt der Spaß. Mal sehen ob der auch auf der Bühne rüberkommmt. Auf Konzerte in unseren Breiten scheint man sich aber noch ein wenig gedulden zu müssen.


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