Wie zwei junge Hunde
Ein Facebook-Chat zwischen zwei Männern: Der eine hat gerade was auf der Facebook-Seite von Levi Johnston gesehen, dem beinahe Schwiegersohn von Sarah Palin, und erzählt seinem Kumpel davon. „Levi Johnston's Blues“ ist das Produkt einer solchen Unterhaltung, die sich köstlich schwarz über Mediengeilheit, Verlogenheit von Politikern und die amerikanische Moral lustig macht und das Ganze in süffisanten Pop aus der naiven Ego-Perspektive von Levi verpackt. Das Grinsen von Hornby und Folds beim Anblick von Johnstons Facebook-Seite, die Teil des Chorus geworden ist, muss sich jeder selber vorstellen: „I'm a fuckin' redneck, I live to hang out with the boys / Play some hockey, do some finshing, kill some moose“.
An anderer Stelle schreibt Hornby Folds von einem Buch, das auf seinem Nachttisch liegt. Folds komponiert anschließend zu Hornbys Ode auf „Saskia Hamilton“ frenetische Melodien, um dem Namen und seiner Trägerin gleichsam musikalisch zu huldigen. Ihre kreativen Energien beflügeln sich gegenseitig.