Maximum Pop
Aber, Achtung: Jeder, der auch nur eine kleine Ader für große Pop-Theatralik besitzt, sollte die Ohren öffnen. Vom ersten Song an hagelt es Hits, dass einem ganz schwurbelig wird. Ronson kombiniert Retro-Synths mit Rappern, verbindet bekannte Namen und große Melodien. Schon der Opener Bang Bang Bang geht in die Vollen. Vocals von Q-Tip (A Tribe called Quest) und Sängerin MNDR (auch als Keyboarderin der Yeah Yeah Yeahs unterwegs) bringen Würze in den ersten Kracher, der dementsprechend die UK-Top Ten enterte. Song zwei Lose it (in the end), von Jonathan Pierce (The Drums) mitgeschrieben, kombiniert die Stimme vom Wu-Tang-Clan-Star Ghostface Killer mit der von Mark himself und läuft bei einer Dauer von weit unter der 3-Minuten-Pophit-Marke inklusive diverser Zutaten von Big Beat bis Soulpop souverän ins Ziel.
Spätestens bei der nächsten Nummer, dem „Bike Song“, vom Sänger/Gitaristen-Duo der Zutons mitgeschrieben und vom View-Sänger Kyle Falconer gesungen, reibt man sich verwundert die -äh- Ohren! Das ist wirklich eine ganze Record-Collection! Auf Song vier liefert der gute alte Boy George eine überragende Gesangsperformance zu Hippeldiehoppel - Beats ab (kein Witz!). Man könnte Song für Song herunterbeten und weiteres Namedropping hinzufügen, aber es dürfte klar sein: Jeder, der (zwischendurch) mal eine POP-POP-POP-Dusche verträgt und „Indie-Authentizität“, „Street credibility“ und die Portion Dreck unter den Nägeln vergessen kann, muss hier zuschlagen!

