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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:36

Morgan Packard: Moment again elsewhere

07.10.2010

Neues vom guten Morgan

Scheint ein smarter Typ zu sein, dieser Mr. Packard. Auf seiner Homepage erläutert er, dass er seine Biographie in dritter Person verfasst habe „so that busy promoter types can cut and paste, not because I like to refer to myself in the third person.“Von TOM ASAM

 

Klappt ja prima! Er erklärt, wie er nach einem abgebrochenem Besuch der Bostoner „Jazz School“ nacheinander die Begeisterung für Drum and Bass, für „western classical music“ sowie das Entwerfen einer eigenen Musiksoftware entdeckte. Ein gewisser Ezekiel Honig wiederum entdeckte Morgans Talent und bat ihn, ein Album auf seinem Label „Anticipate“ zu veröffenlichen. „Airships Fill the Sky pricked up ears around the world, got good reviews, and people started buying him airplane to travel and perform in their cities“ meint der Musiker dazu und deutet an, dass er die Mechanismen der Vermarktung von Musik wohl durchaus kritisch und mit Erstaunen betrachtet.

 

Try and Error

Drei Jahre später veröffenlicht er nun das zweite Album auf besagtem Label. Sein musikalischer Himmel besteht weiterhin aus elektro-akustischer Experimentalmusik, die er mit Hilfe seines selbstentworfenen Softwareprogramms „Ripple“ kreiert. Obwohl gängige Songstrukturen hier nicht im Mittelpunkt stehen blitzt eine gewisse Neigung Richtung melodischem Timing zwischen den Texturen hindurch. Zwischendurch sorgen Saxophon- und Pianotöne für eine besondere Note. Diese Musik basiert vermutlich auf endlosen „try and error“-Phasen und einem sehr großen Talent, elektronische Soundscapes und Instrumente zu einem stets unberechenbaren, niemals im negativen Sinne anstrengenden Fluss zu bringen, der den Hörer wirklich in Verzückung bringt. Kopfhörer und Zeit mitbringen und die Repeat-Taste im Auge behalten. Moment, again elsewhere!


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