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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:42

The Strange Death of Liberal England:Drown your heart again

21.10.2010

Orchestraler Pop

Die britische Musikpresse brüllt mal wieder. Ob es wer hören wird, fragt sich TOM ASAM.

 

Name und Verpackung fallen hier erstmal positiv ins Auge. So erging es wohl auch Produzent Dave Allen (The Cure, Depeche Mode) bereits 2008, als er über das Minialbum Forward March der Band stolperte. Er schien auch vom musikalischen Potential der Band aus Gosport bzw. Southsea überzeugt. Ebenso die einheimische, als gerne mal überschwenglich -was einheimische Gewächse anbelangt-  bekannte Musikpresse. „They sound like God´s own Orchestra“ jubelte Uncut. Und der NME ist der Meinung The Strange Death of Liberal England klängen like „Arcade fire with tattoos and have a singer so dreamily effete he makes Neil Young seem like a car wash worker.“

 

Was die Neil Young-Anspielung hier sucht verstehe ich nicht, der Rest ist gar nicht mal so verkehrt. Denn die von der Band genannten Vorbilder The Smiths und The Cure herauszuhören bedarf es schon viel Phantasie. So viel davon scheint auch die Band selbst nicht zu haben. Denn das klingt schon wiederholt sehr nach Arcade Fire auf Sparflamme. Das berührend-überschwengliche und die großen Momente des Originals fehlen hier einfach. Das orchestrale Zierwerk wirkt eher beliebig. Und Tattoos taugen heutzutage weder als Beleg (oder Bild) für Individualität noch für so etwas wie street credibility. Solide Platte, die (auch produktionstechnisch) aber im  Mittelmaß versumpft, vor allem weil eigene Ideen hier doch weitgehend ausbleiben. Bis auf Name und Verpackung ...


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