Gut fünf Jahre haben sich die Schotten Stuart und David Nicol sowie Robert Dillam Zeit gelassen, um an neuen Songs für ein weiteres Album der Zephyrs zu feilen. Diverse Freunde, u.a. aus dem Mogwai Umfeld, wurden zur Unterstützung ins Studio geladen und über die Menge der dabei vernichteten Alkoholika lässt sich nur spekulieren. Mindestens eine Gitarre ist dabei wohl drauf gegangen, dieser wird auf dem Coverfoto gedacht.
Musikalisch geht es aber nicht so ruppig zu, wie man nun vielleicht vermuten könnte. Kein Post- oder Noiserock; Spielarten, die auch ganz hervorragend im Schottischen Regen zelebriert werden. Eher sanfte und epische Klänge werden auf Fools of Regrets angeschlagen.
Der Eröffnungstitel Creative Faith spinnt gleich einen großen, warmen Kokon um den Hörer, traurig und episch zugleich. Das psychedelische Gitarrenthema und der stoische Beat führen wunderbar in die Platte ein. Weiter geht’s mit üppigen Beach Boys Harmonien und einer wehmütigen Orgel, die von Barry Burns (Mogwai) gespielt wird (Wet Outside Dry In Here). The Lonely Trekker erinnert in seiner Fragilität und dank sanfter Vocals ein wenig an Sigur Ros. Leider hat die Band damit ihr Pulver schon fast verschossen. Im weiteren Verlauf der Platte lassen die Ideen etwas nach und der psychedelisch angehauchte Folk Rock plätschert nunmehr vor sich hin. Mal in Richtung Velvet Underground, mal zu Neil Young oder Simon & Garfunkel. Nach ein paar Gläschen feinstem Single Malt könnte man jetzt hervorragend im Wettlauf mit der einsetzenden Dunkelheit wegdämmern.

