Und dessen Alltag wird bestimmt von einer Finanzkrise, ergebnisloser Politik und dem immer anhaltenden Traum, es vom Tellerwäscher zum Millionär zu bringen. Im Soul der 60er Jahre verbündete sich das schwarze Amerika noch über identitätsstiftende Themen wie Black Pride oder den Kampf um die Bürgerrechte. Heute ist es der American Dream, oder vielmehr dessen Kehrseite, der als gemeinsamer Nenner eines multikulturellen Amerika fungiert.
Aloe Blacc selbst kann als Kind afro-panamaischer Einwanderer ein Lied davon singen. Das tut er, auf sozialkritischen Liedern wie Miss Fortune oder So Hard, die von Konsumsüchten, Wallstreet-Dogmen und der heimtückischen Macht des Geldes handeln. Auf dem eingängigen Politician, das scheinheilige Versprechungen der Politiker in Frage stellt. Oder auf dem Opener I Need a Dollar über das Schicksal eines Angestellten, der entlassen wird und seine Probleme im Alkohol ertränkt. Als Titelmusik der HBO Fernsehserie „How to Make It in America“ um zwei Möchtegern-Karrieremacher in New York wurde der Track rasch zum Abbild der strauchelnden Selfmade-Generation.