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Freitag, 25. Mai 2012 | 11:43

The Amplifetes: Dito

01.11.2010

When The Music Died

Was passiert, wenn die Musik endgültig verstummt? Bleibt akustische Ödnis oder die heilsame Stille, die erst den Platz für neue Klänge schafft. Ganz so existenzialistisch ist der Ansatz der vier Schweden von The Amplifetes dann doch nicht. Bis die Regler endgültig auf Null sind, wird getanzt was das Zeug hält. Von DAVID EISERT

 

The Amplifetes sind vier Burschen aus Schweden, die bislang als Liedschreiber und Produzenten für namhafte Künstler wie Kelis, Madonna, Grandmaster Flash oder Peter, Björn and John gearbeitet haben. Auf Namedropping und Vitamin B haben sie aber keine Lust und legen ihre ersten gemeinschaftlichen Aufnahmen anonym vor. Keine Namensnennung oder Fotos der Musiker lenken von den Klängen ab. Auch die üblichen Grüße im Booklet gehen kryptisch an die, die wissen wer gemeint ist. Ein paar Kumpels hat man aber doch, die erste Single It’s My Life schaffte es in die Promoclips eines italienischen Modehauses – Milla Jovovich inklusive. Und da gibt es optische deutlich schlechtere Referenzen.

 

Was sagt das alles über die Musik? Nichts! Außer, dass sie dem Künstlerkollektiv wichtiger ist als die Egomanie einiger ihrer Auftraggeber und Kunden. Wobei sie sich selber als „Dreamteam Collaboration“ bezeichnen. An Selbstbewusstsein mangelt es ihnen also nicht.  Der Sound der Skandinavier lässt sich irgendwo zwischen Pop, Elektro und Garagen Punk einordnen. Wobei das erdige des Punks schwer zu finden ist. Das ätherische, psychedelische aus Pop, Elektro und Krautrock bestimmt eindeutig die Atmosphäre. Der Klang der Platte ist über jede Kritik erhaben, da haben die Produzenten auch für das eigene Produkt die richtigen Regler bewegt. Organic Dance sei die Summe aller nächtlichen Soundtüfteleien die im Entstehungsprozess abgehalten wurden und das trifft die Sache auch recht ordentlich. Also rauf auf die Tanzflächen dieser Welt, bevor die selbige untergeht.


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