Die Great Bertholinis klingen zwar extrem nach Puszta und Balkan, sind aber auch den Geschmäckern des Frankenlandes nicht abgeneigt. Will sagen, die angeblich ungarischen Zirkuskinder haben ihre musikalische Früherziehung auf dem Nürnberger Plärrer genießen können und ihre Trinkfestigkeit mit Kitzmann und Lederer Bier trainiert. Kurz und gut, die acht Mitglieder der Great Bertholinis haben ein Faible für osteuropäische Pop- und Folklore- klänge. Geige, Banjo, Trompete alles was zu einer guten Brass oder Balkan Combo gehört, findet sich im Sound der Naturwissenschaftsfreaks wieder.
Wer sich einen Soundtrack von Filmen wie Schwarze Katze, weißer Kater in sein Regel stellt oder regelmäßig nach Wien zum Balkanfestvial fährt, der wird auch Spaß an der dritten Veröffentlichung des spiel- und fusionfreudigen Oktetts haben. „Kadenzen des Ostens, hinein gesponnen in polyphones Singspiel, ungefähr so unbritisch britisch, als wäre Manchester eine ungarische Provinz und Bela Lugosi Leadsänger der Monkees.“ Schöner kann man es nicht zusammenfassen. Und noch ein kleiner Tipp von Tante Svetlana: „wer Butter auf dem Kopf hat, soll nicht in die Sonne gehen!“

