Kyrie Kristmanson ist zwar erst zwanzig Jahre alt, legt aber mit Origin Of Stars ihr mittlerweile drittes Album vor. Früh mit dem Gitarrespielen angefangen, die Trompete als Zweitinstrument für sich entdeckt und mit siebzehn die ersten eigenen Song selbst produziert. Das nennt man dann wohl produktiv, ergebnisorientiert und fleißig. Und das renommierte Universal Label Emarcy, welches das Album weltweit vertreibt, kann sich über eine neue Leistungsträgerin freuen. Einen riesigen Fan hat Kyrie schon in ihrem Produktinfoverfasser gefunden. Ein wahrer Singvogel vor dem Herren, der wohl gerne mal in Kyries Trompete pusten würde. So verliebt kommen die Worte daher, die im Pressetext stehen.
Verliebte werden sich gut mit den 11 kurzen Songs anfreunden können. Kommt man schließlich schneller ins Bett, wenn eine Platte nur knapp über eine halbe Stunde lang ist. Mögen sollte man zusätzlich noch Folk, Mittelalterklänge, kleine Popmelodien und jazzige Klangtupfer. Als Vorbilder nennt die junge Songwriterin PJ Harvey, Leonard Cohen und Buffy Saint-Marie und formt aus den vielen kleinen Klangflöckchen einen fluffigen Batzen Musik in der Schnittmenge von Joni Mitchell und Björk. Der Hang zu Spiritualität, Naturreligionen und Esoterik ist weiterhin förderlich, will man in die Gedankenwelt der angehenden Sorbonne Studentin eindringen. Denn der nächste Geist ist näher als du denkst.
