Auf jeden Fall geht es nicht um große Gesten sondern um eine Haltung dem 70er Jahre Rock gegenüber. Die Zeit, als Rock wieder simpel wurde und rau. Und so sind die neun Songs auf Dying At The Party auch kurz, simpel und voller Sarkasmus. „Who are you to tell me / that my lifes a waste / pass me the remote / before I waste you“. Nichts für Soundfetischisten oder Klangexperten. Eher was für den kleinen schwitzigen Club um die Ecke. Ähnlich wie bei den verrückten Japanern von Electric Eel Shock. Und die Band definiert sich auch über das Live Spielen. Über 200 Konzerte sollen es schon sein pro Jahr. Vorher lohnt sich es ja kaum, den Tourbus vollzutanken. Da ist es auch fast logisch, dass die Band nicht mehr in Israel lebt. Mit exzessivem Touren im benachbarten Ausland ist es dort auch ein wenig schwierig. Es sei denn, man kommt gleich mit ner ganzen Siedlung im Schlepptau. Berlin ist die aktuelle Homebase. Dort steigt an der Bushalte höchstens jemand mit ner Dose Schultheiss Pils und nicht mit einem Sprengstoffgürtel unter der Jacke zu.

