Definitiv eine Platte für Menschen, die das klangliche Kuddelmuddel lieben, denen die ganz klare Linie im Sound einer Band höchst suspekt ist. Die mehr den quirligen Affenstall, denn das beschauliche Bärengehege bevorzugen. Ein gelungenes Durcheinander aus Folk-Rock-Experimental-Stoner-Pop oder eher Britpop-Mathcore-Jazz-Blues-Glam-Rock, vielleicht auch Prog-College-Easylistening-Punk-Western, manchmal ein wenig Retro-Hippie-Rave-Singer/Songwriter-Kaffeehausswing-Rock. Einfach nicht zu beschreiben, dieser blubbernde Eintopf aus tausendfachen Klangspielereien. Unorganisch oder gar unpassend sind die 11 Songs - plus zwei als Intro und Outro verschleierten Songs, mit denen andere Art Rock Combos schon ganze Karrieren bestritten haben - dabei überhaupt nicht. Ein fetter Groove geht in die Hüften. Die spielfreudige Gitarre kann von dissonant-schräg bis süßlich-gefällig alles. Und mit vier gleichberechtigten aber völlig unterschiedlichen Stimmen kommt bestimmt keine Langeweile auf.