Trilogien sind modern! Im Fernsehen, Kino, in der Literatur: Überall schießen die dreifachen Großwerke wie Pilze aus dem Wald – und davon bekommen manche nie genug.
So streunt auch Mike Keneally, mit Weidenkorb und Schippchen bewaffnet, im musikalischem Wald umher und stellt uns seine Konzept – Album – Trilogie, namens Scambot vor. Schon zuvor bekamen wir mit dem wirren Scambot Holiday Special einen Vorgeschmack auf das vermeintlich zu Erwartende als Download angeboten. Nun ist es aber so, dass dieser Appetithappen mit dem vorgelegten Album Scambot 1 wirklich nichts zu tun hat.
Denn hier dreht sich, wie Dank des 21-seitigen, dem Album beigefügten Büchleins zu erfahren ist, alles um die Selbstreflexion eines Musikers zwischen Wirtschafts- und Medienkritik. Dabei ist unser Musiker und Komponist Scambot jemand, der in Abhängigkeit zu dem Industriellen Ophunji gelenkt, geleitet und beobachtet wird. Daran werden nun verrückte Handlungsstränge wie Bands mit Bowlingkugelköpfen, sprechende Katzen und Verfolgungsjagden angeschlossen.